5. März 2015, 12:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Finanzpolster der GKV beträgt 28 Milliarden Euro

Die Finanz-Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) belaufen sich zum Jahreswechsel 2014/2015 auf insgesamt rund 28 Milliarden Euro, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch mit. Dennoch erwartet der GKV-Spitzenverband in den nächsten Jahren höhere Zusatzbeiträge für die Versicherten. Grund hierfür seien steigende Ausgaben.

GKV: Finanzpolster beträgt 28 Milliarden Euro

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU): “Mit Reserven von rund 28 Milliarden Euro steht die gesetzliche Krankenversicherung auf einer soliden Grundlage.”

Nach Angaben des Ministeriums verfügen die gesetzlichen Krankenkassen über Reserven in Höhe von rund 15,5 Milliarden Euro. Hinzu kommt die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds in Höhe von 12,5 Milliarden Euro.

Gesundheitsminister Gröhe freut sich über das Milliarden-Polster

“Mit Reserven von rund 28 Milliarden Euro steht die gesetzliche Krankenversicherung auf einer soliden Grundlage. Das ist auch das Ergebnis einer sorgfältig abwägenden Gesundheitspolitik, die Einahmen und Ausgaben gleichermaßen im Blick behält”, kommentierte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) das GKV-Finanzergebnis 2014.

Gröhe freut sich vor allem darüber, dass die Kassen mehr als eine Milliarde Euro an Prämien und freiwilligen Leistungen an ihre Versicherten zurückgegeben haben. Aus Sicht des Minsiters spiegelt dies, die “insgesamt gute Finanzlage der Kassen” wider.

“Es ist gut, dass die Krankenkassen ihre hohen Finanz-Reserven im Sinne der Versicherten nutzen – für attraktive Beiträge und gute Leistungen”, ergänzte Gröhe. Ziel müsse es bleiben, “eine nachhaltig gute Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger mit hochwertigen Leistungen und Arzneimitteln sicherzustellen”.

GKV-Spitzenverband erwartet höhere Zusatzbeiträge für die Versicherten

Ob die Kassen Gröhes Wunsch nach “attraktiven Beiträgen” auch in Zukunft entsprechen können, dürfte allerdings fraglich sein. So äußerte sich der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, bereits am vergangenen Donnerstag folgendermaßen zur Finanzsituation der GKV: “Im vergangenen Jahr haben die Ausgaben aller Krankenkassen deren Einnahmen um rund eine Milliarde Euro überstiegen. Das Defizit im vergangenen Jahr ändert kurzfristig nichts an der insgesamt guten Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung. Aber der Blick zurück reicht nicht. In den nächsten Jahren erwarten wir wegen steigender Ausgaben, zum Beispiel für Ärzte, Kliniken und Medikamente, höhere Zusatzbeiträge für die Versicherten.”

Derzeit erheben die Kassen Zusatzbeiträge zwischen 0,0 und 1,2 Prozent – Tendenz steigend

Zum 1. Januar 2015 ist der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent abgesenkt worden. Jeweils 7,3 Prozent teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der gesonderte Beitragsatzanteil von 0,9 Prozent, den die Arbeitnehmer allein zu tragen hatten, ist hingegen weggefallen. An dessen Stelle können die Unternehmen einen individuellen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag von ihren Kunden verlangen. Derzeit erheben die Kassen Zusatzbeiträge zwischen 0,0 und 1,2 Prozent.

Krankenkassen müssen diesen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag erheben, wenn die Zuweisungen, die sie aus dem Gesundheitsfonds erhalten, nicht zur Deckung ihrer voraussichtlichen Ausgaben ausreichen. (lk)

Foto: Bundesregierung; Steffen Kugle

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Gleicher Job, weniger Rente: 26 % weniger gesetzliche Rente für Frauen

Gleichberechtigung: 26 Prozent – so hoch ist die zu erwartende durchschnittliche Rentenlücke von Frauen im Vergleich zu Männern in Deutschland. Das heißt: Frauen erhalten mehr als ein Viertel weniger gesetzliche Rente vom Staat als ihre männlichen Kollegen. Eine Frau, die mit 67 Jahren in den Ruhestand geht, erhält nach heutiger Berechnung im Monat 140 Euro weniger Rente als ein Mann. 

mehr ...

Immobilien

Unausgepackte Kartons: Jeder 3. Deutsche ist nach 5 Jahren noch nicht fertig mit dem Umzug

So ein Umzug ist stressig, gerade für Berufstätige und Familien mit kleinen Kindern. Was gerade nicht dringend erledigt werden muss, wird verschoben. Je weniger Zeit seit dem letzten Umzug vergangen ist, desto mehr Aufgaben haben Umzügler noch auf ihrer To-Do-Liste. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von umzugsauktion.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Cash.-Branchengipfel: “BaFin-Aufsicht positiv”

Der 9. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen brachte einige durchaus überraschende Ergebnisse, unter anderem zur geplanten BaFin-Aufsicht über den freien Vertrieb sowie zu den voraussichtlichen Kosten dafür. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „B++“ für United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. hat den Fonds „United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland“ mit insgesamt 67 Punkten bewertet. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „gut“ (B++).

mehr ...

Recht

Nach Ausstieg: Kein Anrecht auf Bestandsübertragung

Regulation und digitaler Wandel verändern die Versicherungsbranche rasant. Vor diesem Hintergrund überprüft das Gros der Vermittler die eigene unternehmerische Ausrichtung. Eine Folge sind zunehmende Zahlen registrierter Versicherungsmakler. Doch was passiert mit dem Bestand? Ein Kommentar von Alexander Retsch, Syndikusanwalt der vfm Gruppe.

mehr ...