Anzeige
Anzeige
31. August 2015, 07:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Grüne: GKV muss bessere Hilfsmittelversorgung sicherstellen

Die Grünen haben den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) vorgeworfen, in vielen Fällen keine bedarfsgerechte Versorgung von Patienten mit medizinischen Hilfsmitteln sicherzustellen.

GKV muss bessere Hilfsmittelversorgung sicherstellen

Nach einem noch unveröffentlichten Jahresbericht der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) behindern Krankenkassen in zahlreichen Fällen eine adäquate Versorgung mit Hilfsmitteln wie Einlagen, Prothesen oder Gehhilfen.

Die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Gerade Versicherte mit chronischen Erkrankungen oder Behinderte sind auf eine gute Hilfsmittelversorgung angewiesen.”

Kritik von Patientenberatern: Anträge zunächst pauschal abgelehnt

Nach einem noch unveröffentlichten Jahresbericht der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) behindern Krankenkassen in zahlreichen Fällen eine adäquate Versorgung mit Hilfsmitteln wie Einlagen, Prothesen oder Gehhilfen. In dem “Monitor Patientenberatung 2015”, der der dpa vorliegt, wird unter anderem beklagt, dass Anträge zunächst pauschal abgelehnt würden und danach eine Bewilligung bis zu zwei Jahre verzögert werde. Häufig hätten die Hilfsmittel auch eine schlechte Qualität.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion sagte dazu: “Wir erwarten von der Bundesregierung konkrete Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei der Hilfsmittelversorgung, da die Zustände für die betroffenen Versicherten nicht länger akzeptabel sind.” Sie fügte hinzu: “Es darf nicht sein, dass Kostenträger und Leistungserbringer ihre jeweiligen ökonomischen Interessen zu Lasten der zu versorgenden Versicherten realisieren.”

Grünen-Gesundheitspolitikerin: Zusatzbeiträge sorgen für Fehlanreize zu Lasten der Patienten

Zudem kritisierte Klein-Schmeink Versuche der Krankenkassen, beim Krankengeld für Patienten zu sparen. “Das Krankengeld ist ein soziales Bürgerrecht, das den Lebensunterhalt während der Krankheitsphase abdecken soll. Es ist keine Wohltat, über die die Krankenkassen je nach Kassenlage frei befinden können.” Die von der Bundesregierung zum Jahresbeginn eingeführten Zusatzbeiträge, die den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen beleben sollen, sorgen nach ihren Worten für Fehlanreize zu Lasten der Patienten.

“Patienten durch ‘Krankengeld-Fallmanager’ der Kassen unter Druck gesetzt”

Laut UPD-Monitor spielte auch im abgelaufenen Berichtsjahr die Frage nach Ansprüchen gegenüber Krankenkassen bei der Beratung die größte Rolle. In 29.000 der insgesamt gut 80.000 Gespräche war dies das Thema. Wie in den Vorjahren fühlten sich wieder viele Patienten durch “Krankengeld-Fallmanager” der Kassen unter Druck gesetzt. Das als Unterstützung gedachte Fallmanagement löse bei vielen Patienten Unsicherheiten und Ängste aus. “Die Versicherten unter Druck zu setzen, ist gerade bei Menschen mit psychischen Erkrankungen wenig zielführend”, heißt es in dem Bericht.

Die Auswertungen würden die Ergebnisse der Vorjahre 2013 und 2014 weitgehend bestätigen. “Damit erhärten sich die Hinweise der UPD auf bestimmte Problemlagen im Gesundheitswesen”, heißt es im Bericht.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

 

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

Financial Advisors Awards 2017: And the winners are…

Das Hamburger Medienhaus Cash. hat am 22. September im festlichen Rahmen der Cash.Gala die Financial Advisors Awards 2017 in sieben Kategorien für gleichzeitig innovative, transparente, vermittlerorientierte und kundenfreundliche Produkte der Finanzdienstleistungsbranche vergeben.

mehr ...

Immobilien

Fast vier von zehn Haushalten stark durch Mieten belastet

Fast vier von zehn Mieter-Haushalten in Deutschland müssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Etwa jeder sechste Haushalt zahlt sogar mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete.

mehr ...

Investmentfonds

Das Risiko an den Märkten ist nicht größer geworden

Die Welt ist voller Unsicherheiten. Es ist jedoch kaum möglich, stichhaltige Argumente für die Auffassung zu finden, die Unsicherheit sei derzeit ungewöhnlich hoch. Hurrikane, geopolitische Konflikte, Unklarheit über den politischen Kurs und potenzielle Umwälzungen in der Wirtschaft hat es in praktisch jedem Jahrzehnt seit dem Zweiten Weltkrieg gegeben, sagt Valentijn van Nieuwenhuijzen von NN Investment Partners.

mehr ...

Berater

AfW: Ehemaliger Vorstand Carsten Brückner verstorben

Der langjährige Vorstand des Bundesverbands Finanzdienstleistung AfW Carsten Brückner ist plötzlich und unerwartet verstorben. Seine Vorstandstätigkeit musste er Anfang dieses Jahres aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A“ für DFV Hotel Weinheim

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Fonds „DFV Hotel Weinheim“ der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG aus Hamburg mit insgesamt 81 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A).

mehr ...

Recht

Das können Vermieter von der Steuer absetzen

Wer eine Immobilie vermietet, erzielt nicht nur Mieteinnahmen, sondern muss auch eine Reihe von Kosten tragen. Cash. gibt einen Überblick über die wichtigsten Positionen, die von der Steuer abgesetzt werden können.

mehr ...