21. Juli 2015, 09:12
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Absicherung gegen BU – für Handwerker unmöglich?

Die Qualität der Berufsunfähigkeitsprodukte stieg über viele Jahre kontinuierlich. Im gleichen Maß wie die Bedingungsverbesserungen erhöhte sich allerdings auch die Risikodifferenzierung – und das macht es vor allem Personen mit handwerklichen Berufen schwer.

Gastbeitrag von Ellen Ludwig, Ascore Das Scoring GmbH

Handwerker

“Einsparungsmöglichkeiten bieten Steuerersparnisse im Rahmen einer BU als Direktversicherung oder vergünstigte Gruppenkonditionen über Verbände und Kammern.”

Für diese Gruppe ist die Absicherung des Berufes aber besonders wichtig. Handwerk wird gelebt, meist über Generationen hinweg.

Die Verbindung zum Handwerk, zum Beruf, ist in vielen Fällen sicherlich deutlich höher als im kaufmännischen Sektor. Eine umfassende Berufsunfähigkeitsversicherung sollte daher gerade für Handwerker das anzustrebende Absicherungsniveau darstellen.

Hohes Unfall- und Verschleiß-Risiko

Kurz googeln und schon stehen die “gefährlichsten” Berufe Deutschlands fest: Bäcker, Dachdecker, Schreiner, Elektriker und einige mehr. Wird eines dieser Handwerke ausgeübt, ist die Chance, berufs- oder erwerbsunfähig zu werden, statistisch gesehen deutlich erhöht, das Unfall- und Verschleiß-Risiko ist hoch.

Gerade das macht eine private Absicherung so wichtig. Doch oft erscheint umfassender BU-Schutz für Handwerker unbezahlbar: Die in den vergangenen Jahren vorgenommene Diversifizierung der Berufe in der BU verteilt das Risiko auf die jeweiligen Berufsgruppen, was zu hohen Prämien für hohe Risiken führt.

Der Knackpunkt lautet also: Können sich handwerklich tätige Personen den besten Versicherungsschutz überhaupt leisten? Wie in vielen anderen Berufen variieren die Gehälter im handwerklichen Bereich, sind abhängig vom Ort, zum Beispiel dem Bundesland, und dem Ausbildungsgrad.

Dreifache Prämie eines Büroangestellten möglich

Verdient ein Bäcker mit fertiger Ausbildung zwischen 1.600 Euro und 2.200 Euro im Schnitt, so liegt der Bäckermeister mit durchschnittlich 2.000 Euro bis 4.000 Euro Bruttoeinkommen in einem recht komfortablen Bereich. Ähnlich ist es beim Schreiner.

Seite zwei: Hohe Beitragsschwankung zwischen Versicherern

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Interne Qualitätsoffensive bei FiNUM.Finanzhaus

Bereits vor mehr als fünf Jahren der ging Finanzvertrieb FiNUM.Finanzhaus an den Start. Die Tochter der JDC Group AG bringt ihre Berater in der internen Wissensschmiede FiNUM.Akademie auf den neuesten Stand hinsichtlich Anlage- und Vorsorgeprodukte sowie regulatorischer Erfordernisse.

mehr ...

Immobilien

Wann für das selbstgenutzte Familienheim keine Erbschaftssteuer anfällt

Kinder können das Familienheim steuerfrei erben, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach dem Erbfall selbst einziehen. Nur in besonders gelagerten Fällen kann dieser Zeitraum verlängert werden, entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 28.5.2019.

mehr ...

Investmentfonds

Nervenkrieg um den Brexit geht weiter

Das Brexit-Drama geht abermals in die Verlängerung. Das britische Unterhaus verschob am Samstag die Entscheidung über das neue EU-Austrittsabkommen und fügte damit Premierminister Boris Johnson eine weitere empfindliche Niederlage zu. Nun ist Johnson eigentlich gesetzlich verpflichtet, bei der Europäischen Union eine Verschiebung des für 31. Oktober geplanten EU-Austritts zu beantragen. Und trotzdem will Johnson versuchen, den Termin noch zu halten.

mehr ...

Berater

Mehr Power für den Finanzvertrieb

Mit einer neuen IT-Lösung will die Inveda.net GmbH das Redaktionssystem mit dem Maklerportal vereinen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundestag verabschiedet Reform der Grundsteuer

Der Bundestag hat am Freitag nach langem Ringen mit den Ländern Neuregelungen bei der Grundsteuer verabschiedet. Das Parlament stimmte außerdem einer Änderung des Grundgesetzes zu, damit Länder eigene Regelungen entwickeln können.

mehr ...

Recht

P&R: Weitere Anlegerklage gegen den Vertrieb abgewiesen

Ein Vertrieb, der Container der inzwischen insolventen P&R-Gruppe an eine Anlegerin verkauft hatte, hat seine Pflicht zur Plausibilitätsprüfung nicht verletzt. Das geht aus einem weiteren klageabweisenden Urteil hervor, das die Kanzlei Dr. Roller & Partner aus München erstritten hat.

mehr ...