24. April 2015, 13:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Temporäre BU: So profitieren Versicherer und Versicherte

Die vorhandenen BU-Versicherungen garantieren eine monatliche Rentenzahlung bis zum vereinbarten Vertragsende. Dadurch bin ich finanziell abgesichert, aber mir ist nicht geholfen. Das sollte sich so schnell wie möglich ändern!

Gastbeitrag von Philip Wenzel, Freche Versicherungsmakler GmbH

Temporäre BU

“Eine Aufklärung unter den Vermittlern ist notwendig, da viele sich aus Haftungsgründen gegen die temporäre Absicherung der Berufsfähigkeit entscheiden.”

Versicherungen sind komplex. Die Bedingungen sind wortwörtlich vielseitig und nicht immer einfach zu verstehen. Selbst die einzelnen Begriffe sind umständlich und kompliziert definiert.

Berufsunfähig bedeutet beispielsweise, aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf, so wie er in gesunden Tagen ausgeführt wurde, nur noch zu 50 Prozent ausüben zu können oder nicht mehr in der Lage zu sein, ein vernünftiges Arbeitsergebnis zu erzielen.

Bedarf an Absicherung schwer zu begreifen

Was damit gemeint ist, erschließt sich nicht sofort. Und noch schwerer ist mein Bedarf an Absicherung zu begreifen. Woher soll ich heute als gesunder Mensch auch wissen, worauf es mir im Falle einer Berufsunfähigkeit ankäme.

Tatsächlich sind die heute angebotenen Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) an dem vermuteten Bedarf der Gesunden ausgerichtet. Kaufmännisch ist das vollkommen nachvollziehbar. Denn der Gesunde kauft ja die Versicherung. Wer schon eine braucht, bekommt keine mehr. Und wer dringend eine bräuchte, kann sie kaum bezahlen.

Weil der gesunde Kunde mit risikoarmen Berufen die Hauptzielgruppe bildet, verwundert es nicht, dass viele BUs voll von Zusatzleistungen sind, die im Leistungsfall eher uninteressant sind, sich aber gut verkaufen lassen.

Dadurch werden die Tarife unnötig verteuert und für die vielen anderen Berufe nicht mehr bezahlbar. Die BU muss aber für alle (oder wenigstens die meisten) zugänglich sein und im Leistungsfall eine echte Unterstützung bieten.

Weniger Berufsgruppen keine Lösung

Der einfachste Weg zu einer bezahlbaren BU für alle Berufe wäre der Weg zurück. Sprich: Weniger Berufsgruppen. Dadurch würden die Spitzen genommen. Berufsgruppe 1++ subventioniert Berufsgruppe 4-.

Seite zwei: Temporäre BU als Alternative

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Guten Tag, woher wissen Sie, Herr Wenzel, das. Viele Versicherungsmakler sich dagegen entscheiden?
    Die Haftung ist aus meiner Sicht einfach auszuschließen, indem man den Kunden im Beratungsprotokoll ausdrücklich auf die Folgen hinweist. Ein Problem kann doch wirklich entstehen, wenn der Kunde nur ein halbes Jahr länger BU wäre und das wegen einer Beitragsersparnis von ein paar Euro. Das Problem kann auch dann entstehen, wenn man einen Tarif mit kurzer vertragslaufzeit aber länger Leistungsdauer verkauft. Ist sehr günstig im Einstieg, doch was wenn der Kunde erst BU wird, dann wieder gesund (deswegen nicht mehr versicherbar) und später aus einem anderen Grund wieder BU wird? Dann hat er nichts!!
    Ich finde Ihren Ansatz sehr gut, sie haben ein Konzept, was viele wohl nicht haben. Weiter daran arbeiten – und eine Diskussion ist von mir durchaus gewünscht.
    Grüße
    Michael Liskow

    Kommentar von Lsikow, Michael — 5. Mai 2015 @ 12:42

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...