„Intelligente Regulierung“: Die Zukunft der Finanzaufsicht

Auf der Europäischen Konferenz zum Thema „Verbraucherschutz in der Finanzbranche“ gab die leitende Verbraucherschützerin der EU-Versicherungsaufsicht Eiopa, Katja Würtz, einen Ausblick auf zukünftige Anforderungen an die Regulierung. Diese müsse „intelligenter“ werden. Zudem dürften Produkte, die für Verbraucher nicht geeignet seien, nicht verkauft werden, mahnte Würtz.

Auch die Digitalisierung ist ein Fall für eine „intelligente Regulierung“.

Unter einer „intelligenten Regulierung“ verstehe sie „einen proportionalen, risiko- und zukunftsbasierten Ansatz“, der das Verbraucherverhalten in die Betrachtung einbeziehe, erklärte Würtz, die am vergangenen Donnerstag in Bukarest sprach.

Dabei sollten künftige Entwicklungen frühzeitig erkannt werden, damit „agiert und nicht lediglich reagiert“ werden könne.

„Intelligente Regulierung“

„Intelligente Regulierung“ bedeute zudem, so die Eiopa-Vertreterin, diese „auf pragmatische und risikoorientierte Weise auf das identifizierte Problem zuzuschneiden“. Dies gehe weit über das „simple Abhaken von abzuarbeitenden Punkten“ hinaus.

Als Beispiel für die praktische Herangehensweise von Eiopa nannte die Verbraucherschützerin die jährlich von der Regulierungsbehörde erstellten „Verbrauchertrendberichte“. Diese Berichte lieferten regelmäßig einen Überblick über Schadensfälle für Verbraucher im Versicherungs- und Vorsorgemarkt.

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Über die Dauer der Erhebung habe sich gezeigt, so Würtz, dass sich immer wieder die gleichen Probleme für die Verbraucher ergeben, wie beispielsweise irreführende Werbung, unvollständige Informationen und ein schlechter Umgang mit vertriebsseitigen Interessenkonflikten.

Würtz sieht in den Trendberichten ein „wichtiges Instrument für die Prüfung, Führung, Priorisierung und Entwicklung der Fokussierung eines präventiven Regulierungsansatzes zur Vermeidung des Verhaltensrisikos“.

Seite zwei: Produktlebenszyklus betrachten

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