27. August 2015, 08:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Definition des BU-Begriffs oftmals ein Problem”

Leistungsquote

Oliver Horn: “Man liest in der Presse häufig, dass es Versicherer gibt, die immer wieder eine Rückfrage zu einem anderen Thema haben, die man auch sofort hätte stellen können.”

Können Prozess- oder Leistungsquoten dabei helfen, sich ein Bild über einen guten Anbieter zu verschaffen?

Dr. Oliver Horn, Leiter Produktmanagement Leben im Continentale Versicherungsverbund: Ich bin überzeugt davon, dass man anhand von Leistungs- oder Prozessquoten nicht wirklich beurteilen kann, ob ein Versicherer den Kunden im Falle des Falles im Stich lässt oder nicht. Denn erstens schwanken diese Quoten von Jahr zu Jahr sehr stark, zweitens sind sie nicht außerhalb des Zusammenhangs zu betrachten. Ich glaube, dass es gerade bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig ist, dass für die Unternehmen in der Leistungsbearbeitung das Wohl des Kunden im Vordergrund steht. Bei uns im Haus ist das einer der wichtigsten Punkte. Deshalb wird bei uns innerhalb von 48 Stunden auf den Leistungsantrag reagiert. Es gibt einen festen Ansprechpartner und wir haben klar definiert, dass wir zu jedem Sachverhalt nur eine Rückfrage stellen. Man liest in der Presse häufig, dass es Versicherer gibt, die immer wieder eine Rückfrage zu einem anderen Thema haben, die man auch sofort hätte stellen können. Dieses Verzögerungsspiel machen wir nicht.

Gert Wagner, Leiter Produktmanagement, Swiss Life Deutschland: Der Vergleich anhand der Kennzahlen funktioniert tatsächlich nicht. Wenn man zum Beispiel bei uns im Haus die Kennzahlen nach unterschiedlichen Vertriebszugängen ordnet, erhält man sehr unterschiedliche Ergebnisse. Idealerweise sollten hohe Annahmequoten auf hohe Leistungsquoten treffen. Zum Thema Medien ist zu sagen, dass es selbst bei einer Leistungsquote von 99 Prozent noch Gruppen im Markt gibt, die einfach ein Interesse daran haben, das letzte fehlende Prozent genüsslich auszuwalzen, während die 99 Prozent, bei denen geleistet wurde, nicht mehr sonderlich interessieren. Meiner Meinung nach sollten wir uns vielmehr darauf konzentrieren, uns das Vertrauen der Vermittler zu erarbeiten. Schließlich sind sie die direkten Ansprechpartner unserer Endkunden. Die Stichworte lauten: funktionierende Prozesse, Erreichbarkeit, verlässlicher Ansprechpartner, faires Verhalten, Transparenz. Das muss man sich über Jahre professionell erarbeiten und ständig am Ball bleiben.

Seite drei: “Außenregulierung ist ein ganz wichtiges Thema”

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Krankenstandanalyse: Die fünf häufigsten Krankheitsgründe

Wenn sich Mitarbeiter krankmelden, dann bleibt der Grund für den Ausfall häufig unklar. Die Krankenkasse DAK hat nun untersucht, welche Erkrankungen die Arbeitnehmer im vergangenen Jahr am häufigsten außer Gefecht gesetzt haben.

mehr ...

Immobilien

Patrizia: Deutliches Gewinnplus für Immobilieninvestor

Der Immobilieninvestor Patrizia hat im vergangenen Jahr von seinen jüngsten Zukäufen profitiert. Dabei stiegen die Gebühreneinnahmen vor allem für die Verwaltung viel kräftiger als die Kosten.

mehr ...

Investmentfonds

Bullenmarkt bei Kryptowährungen in Sicht?

Die Performance der vergangenen Woche zeichnete Kryptoinvestoren ein Lächeln ins Gesicht: Fast alle Währungen im grünen Bereich, der Rückgang gestoppt.

mehr ...

Berater

Airline-Pleite: Flybmi ist nicht Flybe

Vor allem wegen des Brexits hat die britische Regional-Fluggesellschaft Flybmi am Wochenende Insolvenz angemeldet. Mit einer ähnlich klingenden Airline, die Mieterin mehrerer deutscher Fonds-Flugzeuge ist, hat sie jedoch nichts zu tun.

mehr ...

Sachwertanlagen

A380-Aus: Hochkonjunktur für Besserwisser

Das Ende der Produktion neuer Flugzeuge des Typs Airbus A380 bedeutet nicht automatisch Verluste für Fonds, die solche Maschinen finanziert haben. Eine schlechte Nachricht ist es trotzdem. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

OLG Celle: Reiseantritt muss zumutbar sein

In der Reiserücktrittsversicherung liegt ein Versicherungsfall vor, wenn die versicherte Person von einer unerwarteten schweren Erkrankung betroffen wird. Um dies festzustellen, kommt es laut Urteil des 8. Zivilsenats des OLG Celle nicht auf eine konkrete ärztliche Diagnose der Erkrankung an. Entscheidend sei vielmehr das Vorliegen einer krankheitsbedingten Symptomatik, die den Antritt einer Flugreise unzumutbar erscheinen lasse. 

mehr ...