18. August 2015, 08:10
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“Zehn Termine am Tag müssen möglich sein”

Wie steht es um die Planungen Ihres LVRG-konformen Provisionsmodells?

Wir haben von vornherein gesagt, dass wir in drei Stufen vorgehen: Im ersten Vierteljahr haben noch die alten Regeln gegolten. In der zweiten Phase, die wir zum 1. April eingeführt haben, gab es eine Vorwegnahme durch eine pauschale Senkung der Abschlussprovision bei Ansparprodukten um elf Prozent. In der dritten Phase wird eine stärkere Umschichtung von einer Einmalvergütung auf eine laufende Vergütung erfolgen. Das werden wir 2016 umsetzen. Inwieweit wir aufwandsneutrale Wahlmöglichkeiten für unsere Partner einbauen, werden wir noch untersuchen.

Immer mehr Versicherer arbeiten an neuen Produkten jenseits klassischer Lebens- und Rentenversicherungen. Welchen Garantiemechanismus finden Sie besonders spannend?

Es ist sicherlich sinnvoll, endfällige Garantien stärker in den Fokus zu stellen, denn Garantien kosten in der Laufzeit sehr viel Geld. Wir sind gefordert, intelligente Konzepte, die zugleich leicht darstellbar sind, zu schaffen. Wir stehen auch zur Klassik, aber unser Klassikanteil ist sowohl im Neugeschäft als auch im Bestand relativ gering. Im Neugeschäft entfällt über 50 Prozent auf Biometrie-Produkte und 20 bis 30 Prozent auf fondsgebundene Produkte. Das heißt, der Klassikanteil liegt unter 20 Prozent.

Angenommen, das Niedrigzinsszenario setzt sich weiter fort: Halten Sie es für möglich, dass erste Gesellschaften die Mindestzuführung aussetzen müssen?

Ich bin sicher nicht derjenige, der sagt: Es erwischt den oder den Anbieter. Natürlich ist die Niedrigzinspolitik und die Finanzierung der Zinszusatzreserve belastend, und je höher die Garantien im Bestand sind, desto höher belastet es die Unternehmen. Ich glaube aber nicht, dass es zu Garantiekürzungen oder gar zu Pleiten von Gesellschaften kommen wird.

Interview: Lorenz Klein

Lesen Sie hier den ersten Teil des Cash.-Interviews mit Herbert Schneidemann, in dem er über kuriose Folgen der Niedrigzinsphase und eine mögliche Reform der Zinsszusatzreserve spricht.

Foto: Die Bayerische

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9 Kommentare

  1. Cash online muß von etwas leben – insofern sind Interviews mit Inserenten nachvollziehbar. Aber der Take mit Herrn Schneidewind ist nicht nur eine Blamage für den Herrn selbst, sondern auch für die Bayerische und cash online. Wer das nicht versteht, sollte a) die 8 Kommentare lesen und verstehen und, wenn er es hatlt nicht versteht, sollte er sich nicht im bereich Versicherungsvermittlung Maklerschaft tummeln sondern vielleicht bei einem franchising-Unternehmen.

    Kommentar von Winfried Kaune — 19. August 2015 @ 18:49

  2. Nur soviel: Herr Dr. Schneidemann Sie sind herzlich eingeladen Ihre Vorstellung für einen Monat in meinem Büro zu verwirklichen. Ahnungslosigkeit und Ignoranz sind eines Vorstands nicht würdig.
    Mitleid kann man da nur mit der gebundenen Vermittlerschaft der Bayerischen haben.

    Kommentar von Klaus Pronold — 19. August 2015 @ 17:00

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,
    10 Termin pro Tag, das können vielleicht Politiker und Vorstände, aber nicht diejenigen Makler und Berater, die gesetzeskonform beraten. Mit einem Kundentermin geht die eigentliche Arbeit doch erst richtig los, die Nacharbeiten werden ja nicht durch den Innendienst oder den Vorstand erledigt, das outsourcing auf die Vertriebsebene verlangt einen erhöhten Aufwand und dies wiederum kostet Vertriebszeit, die man gar nicht beim Kunden sein kann. ich habe diese Rechnung schon einmal mit 5 Terminen am Tag vorgerechnet bekommen als ein Herr Aymanns noch vertriebsvorstand war. Das hat mit qualifizierter gesetzeskonformer Beratung leider gar nichts mehr zu tun. Nun also 10 Termine ich empfehle diese Superstrategen doch einfach mal selbst die Drecksarbeit zu machen und nicht nur Erfolge von fleissigen Maklern und Angestellten zu verwalten. Gerne bin ich bereit diesem Herrn einmal seine körperlichen Grenzen aufzuzeigen, denn dann werde ich 4 Wochen pro Tag 10 Termine legen, die der feine Herr dann im Sinne der rechtlichen Forderungen von A- Z abarbeiten kann. notfalls müssen sich einpaar Kollegen zusammen tun, denn eines ist auch klar, das Problem liegt nicht ausschliesslich daran, dass man die 10 Termine nicht schafft sondern auch daran 10 Termine zu bekommen. Schafft er es werde ich den Hut ziehen, schafft er es nicht, sollte er freiwillig seine Bezüge kürzen. Das käme dann den Versicherungsnehmern ja vielleicht auch zu Gute. Wurden die Gehälter der Vorstände durch das LVRG auch um ca. 25 % gekürzt ?
    Nicht von anderen verlangen was man selbst nicht leisten kann.

    Kommentar von U.Hummel — 19. August 2015 @ 14:18

  4. Sehr geehrter Herr Dr. Schneidemann, ich bezweifel zwar, dass Sie als Vorstand dies lesen werden, dennoch kann ich bei der Aussage “10 Termine am Tag” nur eines abgewinnen: Sie müssen DRINGEND zurücktreten und Ihren Posten einem anderen überlassen, da Sie offenbar den Weg der Realität verlassen haben. Beratungsqualtität scheint in Ihrem Unternehmen bei 10 Terminen am Tag offenbar auch nicht so wahnsinnig wichtig zu sein, soviel zum “Reinheitsgebot” in Ihrem Slogan. Es ist erschreckend, wie wenig Sachverstand ein Vorstand (!) eines Versicherungsunternehmen haben muss, damit er diese Position bekleiden darf.

    Kommentar von Christian Kurz-Held — 19. August 2015 @ 10:39

  5. Sehr geehrter Herr Dr. Schneidemann, auch ich kann Ihnen als Versicherungsmakler allenfalls Naivität aufgrund fehlender Berufserfahrung bestätigen. Wenn Sie in der heutigen Zeit eine vernünftige, und auch zu Recht vom Gesetzgeber geforderte, Beratung beim Mandanten anbieten, dann sollte diese Beratung umfassend sein. Dazu müßte also eine Erfassung der finanziellen Situation als Grundlage erfolgen, dann eine Priorisierung, welche Ziele er mit welchen Beiträgen der Wichtigkeit nach gestaffelt absichern kann, dann noch eine Auswahl des jeweils passenden Produkts und und und.
    Mit Ihrer Aussage verunglimpfen Sie die Arbeit von vielen guten Beratern, das sollte Ihnen klar sein. Oder Sie wollen die Verkaufsmaschinen á la HMI digital wiederbeleben. – Aber das wollen Sie nicht wirklich, oder ?
    Fazit: Halten Sie sich mit Aussagen in Bereichen von denen Sie nichts verstehen zurück!

    Kommentar von Falckenberg, Jörg — 19. August 2015 @ 09:33

  6. So eine Aussage, kann nur von einem Vorstand kommen. Dieser sollte einmal selbst 4 Wochen in den Vertrieb gehen.
    10 Termine am Tag, bei 8 Stunden Arbeitszeit. Wer das schafft und noch über einen dauerhaften Zeitraum, der möchte sich bei mir vorstellen.
    Wann bereitet sich dieser Berater auf einen Termin vor, wann macht er seine Nachbearbeitung, wann schläft er?
    Anscheinend ist in der Versicherungsbranche folgende Vorgehensweise wieder gefragt:
    angraben,abschließen,abhauen

    Kommentar von Ralf Adelsbach — 19. August 2015 @ 08:40

  7. Sehr geehrter Herr Dr. Schneidemann, viele Ihrer Anmerkungen sind natürlich richtig doch Ihr Kommentar das 10 Termine am Tag möglich sind bezweifliche ich sehr. Nach über 40 Jahre AD-Erfahrung muß ich Ihnen sagen ” schauen Sie sich das VVG an welche Dinge ein Ves.verkäüfer erfüllen muß damit ein Abschluß erfolgen darf”. Wenn man gesetzestreu verkauft benötigt man für 10 Termine mit Abschlußerfolg mindestens 36 Stunden. Bekannterweise hat ein Tag jedoch nur 24 Stunden. Also nicht schlafen, nur arbeiten und Courtagekürzungen durch LVRG mit Beifallsrufen unterstützen damit die Versicherungsgesellschhaften weiter den Vertrieb ausnutzen können. Ich beweifel ebenfalls dass es heute noch Kollegen gibt die 500 Km von a nach b zum Kunden fahren. Die Wirklichkeit sieht ganz ganz anders aus. Ich kläre Sie gerne auf. Klaus-Dieter Hilge

    Kommentar von Klaus-Dieter Hilge — 19. August 2015 @ 08:34

  8. Ichfrage mich, ob der Herr Vorstand mal gegen gerechnet hat, wieviele Leute bei einem wildfremden aufgrund eines Internet-Chat eine LV oder ähnlch hochwertiges abschließen würden – da können sie doch gleich im Net bleiben. Und wenn man auf dem Lande ist, ticken dir Uhren anders als in München oder Berlin. Nehmen wir noch die Zahl der Deutschen, ziehen die zu kranken oder alten ab, dann noch die bereits Versorgten, dividieren diese Zahl durch die Anzahl der Vermittler – Sie waren lange nicht, wohl noch nie, im Außendienst, Herr Schneidewind

    Kommentar von Winfried Kaune — 18. August 2015 @ 16:23

  9. Der Trend – nicht nur bei jungen Menschen geht Richtung Online- Beratung und – Betreuung. dies praktiziere ich als Onlinemakler nahe ausschließlich. Kundenmeinungen auf unserer Homepage bestätigen das.
    Meine Erfahrungen gebe ich gern weiter.

    Kommentar von Michael Pflügner — 18. August 2015 @ 15:27

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