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8. Januar 2015, 11:38
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Lebensversicherung: Blau direkt erhöht Bestandsprovisionen

Wie der Lübecker Maklerpool mitteilt, werden seine Provisionen für Lebensversicherungen ab Februar im Schnitt um 38 Prozent steigen. Erhöht werden demnach vor allem die Bestandsprovisionen, während die Abschlussvergütungen überwiegend stabil bleiben.

LVRG: Blau direkt plant Provisionserhöhung

Der Lübecker Maklerpool plant, ab Februar 2015 seine Bestandsprovisionen für Lebensversicherungen um durchschnittlich 38 Prozent zu erhöhen.

Diese unkonventionelle Reaktion auf das LVRG, will der Maklerpool nach eigenen Angaben durch “eigenen Verzicht” finanzieren. “Es geht uns nicht darum die Kosten der Lebensversicherung für den Verbraucher zu erhöhen. Dies wäre sicher das falsche Signal an die Branche”, erläutert Kristina August, Einkäuferin bei Blau direkt. “Wir geben künftig mehr von dem weiter, was wir erhalten, verzichten teilweise ganz auf eigene Einnahmen.”

August betont in diesem Zusammenhang, dass zudem “keine relevante Abschlussprovision” sinken werde. “Auch hier gleichen wir den eigenen Verlust der Einkaufskonditionen aus eigenen Mitteln aus. Selbst die Mindereinahmen aus der veränderten Kalkulation durch verlängerte Provisionshaftungszeiträume übernehmen wir für unsere Partner”, so August weiter.

Blau direkt profitiert von eigenem Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell des Maklerpools, der sich in wesentlichen Teilen aus Beiträgen seiner Mitglieder finanziert, zahle sich nun für die Makler aus, heißt es in einer Mitteilung von Blau direkt. So müsse der Maklerpool seine Partner nicht mit Provisionsabschlägen belasten. Nach Berechnungen von Blau direkt werde ein durchschnittlicher Vermittler durch die Provisionserhöhung innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 25.000 Euro mehr als bisher verdienen.

Versicherungsmakler werden von Politik und Behörden vor immer größere Herausforderungen gestellt und dabei von den Versicherern weitgehend allein gelassen. Wir sind als Pool auf unsere Partner und ihr wirtschaftliches Wohlergehen angewiesen. Gerade jetzt müssen wir deswegen alles tun, um unseren Maklerpartnern Lasten abzunehmen”, so Geschäftsführer Lars Drückhammer. (jb)

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