Anzeige
28. Mai 2015, 14:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ITA-Studie: LVRG lässt Rückkaufswerte steigen

Versicherungskunden, die ab diesem Jahr eine private Rentenversicherung oder einen Riester-Vertrag abschließen und später vorzeitig beenden, können mit zum Teil deutlich verbesserten Rückkaufswerten rechnen. Das ergab eine kürzlich vorgestellte Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

LVRG lässt Rückkaufswerte steigen

Aus Sicht von Dr. Mark Ortmann vom ITA ist es dem Gesetzgeber mit dem LVRG gelungen, “trotz des schwierigen Marktumfelds kundenfreundliche Verbesserungen anzustoßen”.

“Die Rückkaufswerte von Rentenversicherungen waren in der Vergangenheit häufig heftiger Kritik ausgesetzt, weil die Sparer bei einem vorzeitigen Ende in den ersten Jahren häufig nur äußerst geringe Beträge zurückbekamen. Das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) hat in diesem Punkt eine positive Veränderung bewirkt”, erklärte Dr. Mark Ortmann, Geschäftsführer des Berliner Instituts für Transparenz (ITA), in einer Mitteilung.

Studien von ITA und IVFP bestätigen: Das LVRG zeigt Wirkung

Ortmann hatte im Auftrag des DIA die Studie “Mehr Transparenz, weniger Kosten? – Was hat das Lebensversicherungs-Reformgesetz gebracht?” angefertigt. Zuvor kam bereits eine Analyse des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) zu der Einschätzung, dass die vom LVRG seit 1. Januar 2015 gültige Absenkung des Höchstzillmersatzes von 40 auf 25 Promille “eine deutliche Erhöhung der Rückkaufswerte der Produkte nach sich zieht”.

Laut der ITA-Studie waren die Rückkaufswerte der untersuchten klassischen Privat-Rententarife im Jahr 2015 bis zum 15. Jahr höher als bei Verträgen, die im Vorjahr abgeschlossen wurden. Klassische Riester-Renten sind bis zum zwölften Jahr besser als die Vorläufertarife aus dem vergangenen Jahr. Nach diesen beiden Jahren sind die Rückkaufswerte dann im Durchschnitt niedriger als im Vorjahr. Betrachtet man dem ITA zufolge nur die garantierten Rückkaufswerte, so reicht die Verbesserung im Durchschnitt bis ins elfte Jahr.

Unterschiede zwischen Anbietern zum Teil erheblich

“Diese Verbesserung wollte der Gesetzgeber mit dem LVRG erreichen. Sie ergibt sich aus den in vielen Fällen gesenkten einmaligen Abschlusskosten und einer Verschiebung hin zu laufenden Kosten”, so Ortmann. Dem Gesetzgeber sei es gelungen, fährt der Experte fort, trotz des schwierigen Marktumfelds kundenfreundliche Verbesserungen anzustoßen.

Allerdings seien die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern zum Teil erheblich: “Wenn ein Versicherer zuvor schon keine oder nur sehr geringe einmalige Abschlusskosten erhoben hat, dann bleiben die Rückkaufswerte gleich oder verschlechtern sich sogar”, heißt es beim ITA.

Foto: ITA

2 Kommentare

  1. Die Verwaltungskosten werden diesen Effekt wieder ausgleichen durch die Gehaltserhöhungen für Angestellte.

    Kommentar von H. Braun — 1. Juni 2015 @ 07:23

  2. Warum für diese Erkenntnis eine Studie benötigt ist mir schleierhaft. Wenn die Absenkung des Zillmersatzes angeordnet wird kommt es so ….

    Kommentar von Rudolf Bönsch — 30. Mai 2015 @ 15:24

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Altersvorsorge für Beamte: Kein Grund für Neiddebatte

Die Rentenfrage wird 2019 ein Topthema. Eine neue Studie zeigt, welche Vorteile das System zur Altersvorsorge von Beamten bietet. Es lässt sich auf die einfache Formel bringen: Je jünger die Beamten sind, umso höher sind die Rentenanwartschaften im Vergleich zu Angestellten. Warum dieser Befund kein Grund für eine Neiddebatte darstellt.

mehr ...

Immobilien

Reform der Grundsteuer: Welches Modell die größten Chancen hat

Im Ringen um eine Reform der Grundsteuer gibt es vorsichtigen Optimismus für eine Einigung auf ein Kompromissmodell, das Städten und Kommunen 14 Milliarden Euro an Einnahmen pro Jahr sichern soll. Womöglich könne man in den kommenden drei Wochen zu einem gemeinsamen Modell kommen, teilte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Dienstag mit.

mehr ...

Investmentfonds

May verliert Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus

Beinahe schon erwartungsgemäß ist Premierministerin Theresa May im britischen Parlament mit ihrem gemeinsam mit der EU ausgehandelten Abkommen für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gescheitert.

mehr ...

Berater

Solvium Capital trotzt der P&R-Pleite

Solvium Capital, Anbieter von Direktinvestments in Container und sogenannte Wechselkoffer, hat im Jahr 2018 erneut eine Vertriebsleistung von mehr als 53 Millionen Euro erreicht und damit das Umsatzergebnis des Vorjahres bestätigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erstmals auch Schuldverschreibungen im Angebot

Der neue Spezial-AIF “Vier Metropolen III”, den Project Investment für institutionelle Anleger aufgelegt hat, investiert wie seine beiden Vorgänger in Wohnimmobilienentwicklungen. Es gibt aber auch Neuerungen.

mehr ...

Recht

BGH: Kein Geld zurück bei Technik-Panne am Flughafen

Der Anschlussflug ist weg, der Ärger groß: Dennoch gibt es nicht bei jeder größeren Verspätung eine Ausgleichszahlung für Passagiere. Das macht der BGH in einem aktuellen Urteil deutlich.

mehr ...