Anzeige
28. April 2015, 13:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Analyse: LVRG erhöht Rückkaufswerte von Privatrenten

Die Lebensversicherungsreform (LVRG) führt zu höheren Rückkaufswerten von privaten Rentenversicherungen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), das erstmals alle Privatrenten des Versicherungsmarktes im Hinblick auf Veränderungen infolge des LVRG untersucht hat.

LVRG erhöht Rückkaufswerte von Privatrenten

“Für die Versicherungsbranche sind die Veränderungen zum Jahreswechsel eine große Herausforderung – Höchstzillmersatz und Höchstrechnungszins wurden gesenkt, der Effektivkostenausweis eingeführt und Informationspflichten überarbeitet”, sagt IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer.

Laut der Untersuchung sind die Rückkaufswerte vor allem nach den ersten fünf Versicherungsjahren im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies gelte für die prognostizierten Werte der klassischen wie der fondsgebundenen Produkte (ohne Beitragserhaltsgarantie), teilt das IVFP mit.

IVFP sieht These bestätigt: Absenkung des Höchstzillmersatzes erhöht Rückkaufswerte

Insgesamt untersuchten die Analysten 159 Tarife von 58 Anbietern anhand von bis zu 90 Kriterien. Die Tarife wurden dabei in vier Kategorien eingeteilt: klassisch, fondsgebunden mit Beitragserhaltsgarantie (fmB), fondsgebunden ohne Beitragserhaltsgarantie (foB) und Comfort.

Aus Sicht der Tester hat sich damit die Vermutung bestätigt, dass die vom LVRG seit 1. Januar 2015 gültige Absenkung des Höchstzillmersatzes von 40 auf 25 Promille eine deutliche Erhöhung der Rückkaufswerte der Produkte nach sich zieht.

Uneinheitlich dagegen sei das Bild der prognostizierten Rückkaufswerte nach 20 Jahren. “Die möglichen Ursachen dafür können vielfältig sein”, erklären die IVFP-Experten, “Kostenstruktur der Produkte und die lange Laufzeit lassen darauf wenige Rückschlüsse zu”.

Zu den führenden Anbietern im aktuellen IVFP-Rating zu privaten Rentenversicherungen insgesamt zählen in diesem Jahr neben Alte Leipziger, Allianz, Europa und PB Lebensversicherung auch Nürnberger, Stuttgarter und Bayern-Lebensversicherung (Ergebnisse siehe Link in diesem Satz).

“Für die Versicherungsbranche sind die Veränderungen zum Jahreswechsel eine große Herausforderung – Höchstzillmersatz und Höchstrechnungszins wurden gesenkt, der Effektivkostenausweis eingeführt und Informationspflichten überarbeitet”, fasst IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer zusammen. “Unser Rating analysiert, wie die Versicherer dieser begegnen.”

Seite zwei: “Index- und Fondspolicen immer mehr zu empfehlen”

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

BPK 2017: HanseMerkur legt deutlich zu

Die HanseMerkur Versicherungsgruppe hat auf ihrer diesjährigen Bilanzpressekonferenz die Unternehmenszahlen präsentiert. Vorstandsvorsitzender Eberhard Sautter zeigt sich angesichts eines schwierigen Jahres 2017 hochzufrieden mit den Ergebnissen.

mehr ...

Immobilien

Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit Mitte 2017

Die unstete Preisentwicklung der letzten Monate bei Wohnimmobilien setzte sich auch im März fort: Ausgerechnet die Preise für Neubauhäuser, die in den letzten zwölf Monaten immer angestiegen waren, gingen im März 2018 im Vergleich zum Vormonat um 0,22 Prozent zurück. Derweil stiegen die Preise für Bestandshäuser und Eigentumswohnungen mit jeweils über einem Prozent vergleichsweise deutlich.

mehr ...

Investmentfonds

Draghi lässt sich von gestiegenen Rohstoffpreisen nicht beeindrucken

Der zunehmende Inflationsdruck führt dazu, dass einige Marktteilnehmer befürchten, die Europäische Zentralbank könnte den Leitzins schneller als bisher erwartet anheben. Doch es gibt Gründe, die dafür sprechen, dass die Geldpolitik zunächst expansiv bleibt.  Gastbeitrag von Carsten Mumm, Donner & Reuschel 

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...