Situative Versicherungen: Smartphone-Abschluss ist ein Muss

Zum anderen vertrete der Versicherer die Überzeugung, „dass neue Technologien besonders im Bereich der Mobilität neue Arten des Versicherungsschutzes hervorbringen werden“. Denn der Abschluss über das Smartphone sei Grundvoraussetzung dafür, so Buhre, dass Kunden situativen Versicherungsschutz abschließen können und wollen.

Auch Oliver Pradetto, Geschäftsführer des Lübecker Maklerpools Blau Direkt, sieht in dem „situativen Versicherungsschutz“, oder wie er es nennt, in den „On-Demand“-Versicherungsangeboten, einen bedeutenden Trend und überhaupt die „Raison d’être“ von Apps bzw. Finanztechnologie im Versicherungsbereich.

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Wer sich auf dem Handy des Kunden befinde, könne feststellen, wann der Kunde welchen Bedarf entwickelt. „Überschreitet der Kunde etwa eine Landesgrenze, kann gezielt Auslandskrankenschutz angeboten werden. Erreicht der Kunde die vereinbarte Kilometerleistung seiner Kfz-Versicherung, bietet ihm seine App Subsidiär-Schutz für höhere Kilometerleistungen an“, so Pradetto.

Solche Angebote seien extrem leistungsfähig, exakt auf die Kundensituation zugeschnitten und bedarfsgerecht im besten Moment verfügbar. Von dieser Entwicklung möchte auch die Bayerische mit ihren Produkten profitieren.

Kurzzeitversicherungen in der Kritik

Dass Kurzzeitversicherungen wegen des vergleichsweise teuer eingekauften Versicherungsschutzes nicht unumstritten sind, wertet Produkt-Experte Buhre nicht als größeres Abschlusshindernis.

„In jeder Dienstleistungsbranche ist es üblich, dass Leistungspakete für einen kurzen Zeitraum teurer sind als für längere Zeiträume. Auch in der produzierenden Industrie und im Handel gibt es Mengenrabatte, und eine Einzelfahrt im öffentlichen Nahverkehr kostet mehr als die Monatskarte“, sagt Buhre. Daher sei es für ihn nicht ganz verständlich, warum dies in der Versicherungsbranche nicht gelten solle.

„Trotz der Diskussionen sind wir der festen Überzeugung, dass sich das Segment immer stärker durchsetzen wird. Denn das Angebot trifft den Nerv unserer Zeit: Kunden können sich spontan für einen kurzen Zeitraum absichern, ohne gleich eine Jahrespolice abzuschließen – und verfügen so über einen schnellen und vor allem unkomplizierten Versicherungsschutz.“

Weitere neue digitale Produktlösungen aus dem Hause der Bayerischen hält Buhre für „absolut“ denkbar, denn Digitalisierung sei „ein Schlüsselthema in der Assekuranz für die Zukunft“. (lk/nl)

Foto: Shutterstock

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