Standard Life weist „Wortbruch“-Vorwürfe zurück

Der britische Lebensversicherer Standard Life hat sich zu Vorwürfen geäußert, wonach das Unternehmen eine feste Zusage an Makler widerrufen habe, indem es ab sofort keine weiteren Erhöhungen in der Freelax-Tariffamilie zulässt. Standard Life hat die Maßnahme nun damit gerechtfertigt, dass die ursprünglichen Annahmen bei der Zusage nicht mehr erfüllt gewesen seien.

Firmensitz von Standard Life in Frankfurt-Niederrad: Empfangshalle im Atricom.

„Diese Zusage beruhte auf der Annahme, dass dies keine Auswirkungen auf bestehende Verträge haben werde. Als sich jedoch zeigte, dass das aufgrund der sehr hohen Mittelzuflüsse nicht mehr der Fall sein würde, haben wir entschieden, den Übergangszeitraum zu verkürzen und kein Neugeschäft mehr zuzulassen“, ließ Martin Clements, CEO von Standard Life in Deutschland und Österreich, auf Anfrage von Cash.-Online mitteilen.

Freelax-Neugeschäft im April eingestellt

Im April hatte die deutsche Zweigniederlassung von Standard Life angekündigt, im Neugeschäft keine Garantieprodukte (With Profits) mehr anzubieten. Dies betraf die Tarif-Familie „Freelax“. Ursprünglich galt ein Übergangszeitraum bis zum Ende des Jahres, um bestehenden Kunden, so Standard Life, „etwas mehr Zeit zu geben, sich auf die neue Situation einzustellen“. Demnach durften neue Mitarbeiter in bestehende Gruppenverträge der betrieblichen Altersversorgung aufgenommen werden sowie Zuzahlungen und Beitragserhöhungen erfolgen.

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Scharfe Kritik von Maxpool

Der Hamburger Maklerpool Maxpool hat das vorzeitige Ende der Übergangsfrist als „Wortbruch“ kritisiert: „Kürzlich haben wir unsere Kunden und zuständigen Makler über den Freelax-Stopp zum Jahresende informiert. Nun müssen wir die gleichen Partner erneut ansprechen und sagen: ‚Was interessiert uns unser Geschwätz von gestern’“, erklärte Maxpool-Geschäftsführer Oliver Drewes am Dienstag in einer Mitteilung.

Standard Life-Manager Clements betonte unterdessen, dass dem Versicherer seine Kunden in Deutschland und Österreich „sehr wichtig“ seien. „Unser strategischer Fokus auf fondsgebundene Produkte wird uns helfen, sie langfristig zu unterstützen“, so Clements. (lk)

Foto: Standard Life

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