26. März 2015, 16:16
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Swiss Re: Niedrigzinsen kosten Versicherer 400 Milliarden Dollar

Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken haben der globalen Versicherungswirtschaft gewaltige Einbußen beschert. Nach Angaben des Rückversicherers Swiss Re beliefen sich die Ausfälle für die Versicherer in der EU und den USA seit Beginn der Finanzkrise in 2008 bis 2013 auf rund 400 Milliarden Dollar (365 Milliarden Euro).

Swiss Re: Niedrigzinsen kosten Versicherer 400 Milliarden Dollar

Mit dem Ziel die Zinsen “künstlich tief zu halten”, warnen die Analysten von Swiss Re, werde die Fähigkeit der langfristigen Investoren geschmälert, Risikokapital an die Realwirtschaft zu transferieren.

Die Einbußen entsprächen einer jährlichen durchschnittlichen Steuer von etwa 0,8 Prozent auf die gesamten finanziellen Vermögenswerte der Versicherer und mindere deren Fähigkeit, der Realwirtschaft finanzielle Mittel zuzuführen, teilte der nach der Munich Re weltgrößte Rückversicherer am Donnerstag in Zürich mit.

US-Sparer sind rund 470 Milliarden Euro entgangen

Wie Swiss Re erklärt, bekommen neben den institutionellen Investoren zunehmend auch die privaten Haushalte die Auswirkungen der entgangenen Zinsen zu spüren: Alleine den US-Sparern sind demnach zwischen 2008 und 2013 Netto-Zinseinnahmen in Höhe von rund 470 Milliarden Dollar (rund 430 Milliarden Euro) entgangen.

“Investitionen in Infrastruktur könnten helfen”

Mit dem Ziel die Zinsen “künstlich tief zu halten”, warnen die Analysten von Swiss Re, werde die Fähigkeit der langfristigen Investoren geschmälert, Risikokapital an die Realwirtschaft zu transferieren.

“Investitionen in die Infrastruktur könnten diesbezüglich helfen und eine Antwort auf das schwache Wirtschaftswachstum liefern”, so die Folgerung der Schweizer Experten.

Allerdings bedürfe es “handelbare Finanzanlagen”, damit Infrastrukturinvestitionen der Versicherungswirtschaft nicht vom öffentlichen Sektor abhängig seien. “Dazu sollte das politische Umfeld einen gut funktionierenden privaten Markt für Infrastrukturschuldtitel fördern”, sagte Guido Fürer, Group Chief Investment Officer von Swiss Re. (lk)

Foto: Swiss Re

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