Anzeige
Anzeige
18. Mai 2015, 11:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Verbraucherschützer fordern BU-Zugang für alle

Der Bund der Versicherten (BdV) und die Verbraucherzentrale NRW haben sich für einen gesetzlichen Anspruch auf einen Berufsunfähigkeits-Grundschutz ausgesprochen.

Verbraucherschützer fordern BU-Zugang für alle

“Das Risiko berufsunfähig zu werden ist hoch”, betonten die Verbraucherschützer. “Jeder vierte Arbeitnehmer wird erwerbs- oder berufsunfähig.”

Damit die Versicherungswirtschaft ihrer sozialpolitischen Aufgabe gerecht werde, müsse sie “langfristig gezwungen werden, flächendeckend Absicherungen anzubieten”, sagte BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein.

Zu wenig Verträge, begrenzte Vertragslaufzeiten und Rentenhöhen sowie “Rosinenpickerei” hinsichtlich der Berufsgruppen und Vorerkrankungen höhlten die private Absicherung aus – “wenn denn überhaupt eine solche besteht”, teilten die Verbraucherschützer am Montag mit. Dies hätten die eigenen Erfahrungen gezeigt, heißt es.

Verbraucherschützer fordern Zugangserleichterungen zur BU

Im ersten Schritt fordern die Verbraucherschützer Zugangserleichterungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), wodurch größere Kollektive entstehen könnten, “die einen besseren Risikoausgleich ermöglichen”. Diese und weitere politische Forderungen haben der BdV und die Verbraucherzentrale NRW in einem Positionspapier zusammengefasst.

Runder Tisch soll Probleme in der BU erörtern

“Die Politik ist gefordert, die existenzielle Absicherung der Bürgerinnen und Bürger im Falle der Berufsunfähigkeit als drängendes Problem aufzugreifen und zum Vorteil der Betroffenen zu lösen”, sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Man lade politisch Verantwortliche und Vertreter von Anbieterverbänden dazu ein, sich an einem Runden Tisch über die Problematik der Berufsunfähigkeitsversicherung auszutauschen, heißt es.

“Das Risiko berufsunfähig zu werden ist hoch”

“Das Risiko berufsunfähig zu werden ist hoch”, betonten die Verbraucherschützer. “Jeder vierte Arbeitnehmer wird erwerbs- oder berufsunfähig.” Personen, die schwere körperliche Arbeit in ihrem Beruf leisten, sind demnach besonders gefährdet. Doch gerade diese Menschen hätten es besonders schwer, so die Kritik, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen.

“Meist scheitert ein Abschluss an dem viel zu teuren Beitrag oder an schon bestehenden Vorerkrankungen”, so Schuldzinski. “Und wenn eine solche Versicherung besteht, dann meist mit zu geringen Renten oder angreifbaren Angaben zu den Gesundheitsfragen.”

Zudem beklagen die beiden Organisationen “ein massives Ungleichgewicht” zwischen Versicherungsnehmer und dem Versicherer. Um hier für mehr Balance und Fairness zu sorgen, sei es zwingend notwendig, flächendeckende professionelle Unterstützung zu schaffen, etwa beim Ausfüllen der Gesundheitsfragebögen oder bei der Leistungsbeantragung. (lk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

Financial Advisors Awards 2017: And the winners are…

Das Hamburger Medienhaus Cash. hat am 22. September im festlichen Rahmen der Cash.Gala die Financial Advisors Awards 2017 in sieben Kategorien für gleichzeitig innovative, transparente, vermittlerorientierte und kundenfreundliche Produkte der Finanzdienstleistungsbranche vergeben.

mehr ...

Immobilien

Fast vier von zehn Haushalten stark durch Mieten belastet

Fast vier von zehn Mieter-Haushalten in Deutschland müssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Etwa jeder sechste Haushalt zahlt sogar mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete.

mehr ...

Investmentfonds

Das Risiko an den Märkten ist nicht größer geworden

Die Welt ist voller Unsicherheiten. Es ist jedoch kaum möglich, stichhaltige Argumente für die Auffassung zu finden, die Unsicherheit sei derzeit ungewöhnlich hoch. Hurrikane, geopolitische Konflikte, Unklarheit über den politischen Kurs und potenzielle Umwälzungen in der Wirtschaft hat es in praktisch jedem Jahrzehnt seit dem Zweiten Weltkrieg gegeben, sagt Valentijn van Nieuwenhuijzen von NN Investment Partners.

mehr ...

Berater

AfW: Ehemaliger Vorstand Carsten Brückner verstorben

Der langjährige Vorstand des Bundesverbands Finanzdienstleistung AfW Carsten Brückner ist plötzlich und unerwartet verstorben. Seine Vorstandstätigkeit musste er Anfang dieses Jahres aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A“ für DFV Hotel Weinheim

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Fonds „DFV Hotel Weinheim“ der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG aus Hamburg mit insgesamt 81 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A).

mehr ...

Recht

Das können Vermieter von der Steuer absetzen

Wer eine Immobilie vermietet, erzielt nicht nur Mieteinnahmen, sondern muss auch eine Reihe von Kosten tragen. Cash. gibt einen Überblick über die wichtigsten Positionen, die von der Steuer abgesetzt werden können.

mehr ...