GDV spricht sich für „schlankere bAV“ aus

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erhielt für seinen Vorschlag, einen sogenannten „Tariffonds“ einführen zu wollen, schelte aus der Versicherungswirtschaft. Jetzt hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Vorschläge aus der Branche gesammelt, wie die betriebliche Altersversorgung (bAV) attraktiver gemacht werden kann.

Menschen mit geringem Einkommen müssen laut GDV stärker bei der Eigenvorsorge unterstützt werden.

„Nein zur betrieblichen Zwangsrente“ tönte es aus der Versicherungswirtschaft, als die Pläne des BMAS publik wurden. Arbeitgeber und Gewerkschaften sollten sich demnach auf die Einrichtung von Pensionsfonds einigen, in die Arbeitgeber einen Mindestbetrag einzahlen und von weiterer Verantwortung verschont werden.

Auch die Arbeitgeber zeigten sich skeptisch. Nach einer Umfrage des Düsseldorfer bAV-Beratungsunternehmens Longial sehen rund die Hälfte der Befragten im BMAS-Vorstoß faktisch die Eröffnung eines weiteren Durchführungsweges, der vor allem noch mehr Komplexität bedeutet.

Vorschläge aus der Versicherungswirtschaft

Im Zuge der Diskussion um die bAV stellt der GDV nun Vorschläge der Versicherungswirtschaft vor, wie die bAV attraktiver gestaltet werden kann.

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Der Verband sieht drei Stellschrauben, an denen Hand angelegt werden müsse. Erstens bringt er den bereits viel diskutierten Dauerbrenner, das sogenannte freiwillige „Opting-Out“, erneut in die Diskussion ein.

Nach dem Willen des GDV sollten „Unternehmen im Arbeitsvertrag eine automatische Gehaltsumwandlung zum Betriebsrentenaufbau verankern dürfen – Arbeitnehmer müssten sich dann aktiv gegen eine bAV entscheiden“.

Seite zwei: „bAV nicht weiter verkomplizieren“

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