Anzeige
6. Januar 2016, 16:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wurde die BU „überoptimiert“, Herr Banerjee?

Menschen, denen eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu teuer ist, müssen den vermeintlichen “Königsweg” verlassen und sich einen Einkommensschutz abseits der BU suchen. Im Interview erklärt Amar Banerjee, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter der Versicherungsproduktion von Swiss Life Deutschland, warum es ihn freut, dass BU-Alternativen “endlich ernst genommen” werden.

Wurde die Berufsunfähigkeitsversicherung „überoptimiert“, Herr Banerjee?

Amar Banerjee, Swiss Life Deutschland: “Zweifelsohne wird die Beratung durch das erweiterte Produktangebot im Bereich der Arbeitskraftabsicherung komplexer.”

Nur etwa jeder vierte Bundesbürger verfügt über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Das liegt auch daran, dass viele Erwerbstätige keine Aussicht auf einen bezahlbaren Vertrag haben. Hat die Versicherungswirtschaft die BU “überoptimiert”?

Banerjee: Es wäre zu einfach, die Ursache ausschließlich bei der Versicherungswirtschaft zu suchen. Vielmehr haben alle Marktteilnehmer, so etwa auch Verbraucherschützer, Rating-Agenturen und auch die Politik, dazu beigetragen, die Messlatte bei den Bedingungen immer höher zu legen. Somit war es absehbar, dass viele Zielgruppen vom BU-Angebot enttäuscht sein mussten. Es ist einfach unmöglich, für jede Berufsgruppe mit unterschiedlichsten Gesundheitsvoraussetzungen die gleichen Top-Versicherungsbedingungen und Top-Prämien anzubieten.

Darum hat auch bei allen Marktteilnehmern inzwischen ein Umdenken eingesetzt: Die Berufsunfähigkeitsversicherung bleibt zwar der Königsweg, aber die Alternativen dazu werden endlich ernst genommen. So steht in der Beratung zum Thema Arbeitskraftabsicherung jetzt die Frage im Vordergrund, welcher Versicherungsschutz am besten zum Kunden und seinen individuellen beruflichen, finanziellen und gesundheitlichen Verhältnissen passt. Wir von Swiss Life haben die passende Antwort bereits gefunden. So sind wir seit dem 1. Oktober 2015 Komplettanbieterin für Arbeitskraftabsicherung und bieten insgesamt sechs individuelle Lösungen an: die Berufsunfähigkeitsversicherung, den Swiss Life Vitalschutz zur Absicherung von Grundfähigkeiten, den SLP-Existenzschutz als Multi-Risk-Produkt und spezielle Branchenlösungen.

BU-Alternativen wie Erwerbsunfähigkeitsschutz (EU), Dread Disease-, Grundfähigkeits- sowie Multi-Risk-Tarife gewinnen laut dem Analysehaus Franke und Bornberg zunehmend an Bedeutung. Dadurch würden zwar die Vermittlungschancen dieser Produkte steigen, zugleich gehe dies aber mit einer steigenden Komplexität und Verantwortung in der Beratung einher, so Franke und Bornberg. Wie geht Swiss Life mit dieser Herausforderung um?

Zweifelsohne wird die Beratung durch das erweiterte Produktangebot im Bereich der Arbeitskraftabsicherung komplexer. Neben den Herausforderungen sollten aber auch die Chancen aufgezeigt werden. Alternative Arbeitskraftabsicherungsprodukte können helfen, die Ertragssituation eines Vermittlerbetriebs zu verbessern und ganz neue Zielgruppen zu erschließen, für die es nun eine echte Perspektive gibt. Um die zunehmende Komplexität zu bewältigen, haben wir gemeinsam mit Franke und Bornberg ein spezielles Beratungstool entwickelt, den AKS-Navigator. Diese Software optimiert die Kundenberatung, indem sie die Leistungsunterschiede bei den Produktkonzepten detailliert auflistet. Welches Produkt passt zu welchem Kunden? Welche Produktkombinationen sind möglich? Der AKS-Navigator liefert die Antworten. Als weiteres Highlight haben wir mit vers.diagnose zudem eine Voranfrage-Plattform integriert, die eine blitzschnelle Risikoprüfung ermöglicht. Damit bieten wir unseren Maklern und Vertriebspartnern eine echte Arbeitserleichterung, selbstverständlich inklusive Antrags- und Angebotserstellung und automatisierter rechtssicherer Dokumentation.

Seite zwei: “Vollwertige Lösungen für Busfahrer, Gerüstbauer, Künstler oder Profisportler”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...