12. Mai 2016, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Es fehlen flexible und innovative Produkte für die Rentenzeit”

Cash.Online hat mit Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), über die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe 50plus und geeignete Produktlösungen gesprochen.

Es fehlen flexible und innovative Produkte für die Rentenzeit

Klaus Morgenstern: “In der Altersgruppe 50 bis 66 machen sich viele erstmals Gedanken über die Gestaltung des Übergangs in die Rentenphase.”

Cash.Online: Was unterscheidet die Best Ager von jüngeren Zielgruppen?

Die ältere Zielgruppe hat einen ganz anderen Bedarf und andere Ansprüche, die nötigen Absicherungen sind in der Regel mehr oder weniger vorhanden, es geht also in erster Linie um Umstrukturierungen vorhandener Absicherungen und Vermögenswerte.

Damit sind keine einfachen Umdeckungen gemeint, sondern die Anpassung an die Ziele und Erwartungen für den Übergang in die Rentenzeit und während der Rentenzeit.

Ein Beispiel: Viele Ältere wohnen inzwischen in einer Immobilie, die für die früheren Familienverhältnisse passend war, heute aber vor allem Liquidität bindet und Unterhaltungsaufwand verursacht. Oftmals ist das auch der größte Vermögenswert. Ein Ruhestandsplaner muss daher auch dieses Thema zur Sprache bringen und gegebenenfalls Alternativen darstellen.

Was sind die größten Unterschiede zwischen den Altersgruppen 50 bis 66 Jahre und 66plus?

Die Altersgruppe 50 bis 66 befindet sich noch in der Erwerbszeit, es können also noch Vermögensbildungsprozesse stattfinden. Die Finanzierung einer eigenen Immobilie läuft aus und schafft gegebenenfalls Liquidität, die eingesetzt werden kann.

In dieser Altersgruppe beginnen viele, sich erstmals Gedanken über die Gestaltung des Übergangs in die Rentenphase zu machen. Es gibt also noch einen Bedarf an geeigneten Spar- und Anlagemöglichkeiten.

Seite zwei: “Produktgeber haben die Entnahmeprozesse nicht ausreichend beachtet

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Das ist so nicht ganz richtig, lieber Herr Morgenstern, es gibt bereits Produkte ( private Rentenversicherungen) die auch in der Rentenphase Entnahmemöglichkeiten vorsehen; Sofern noch Kapital im Vertrag ist, natürlich.

    Kommentar von Nils Fischer — 13. Mai 2016 @ 09:08

Ihre Meinung



 

Versicherungen

EUROPA: Neuer Premium-Tarif in der Risiko-Lebensversicherung

Die EUROPA erweitert zum 1. Juli ihren Premium-Tarif in der Risiko-Lebensversicherung. Eine Marktneuheit ist dabei ein Baustein, der die Pflege von Angehörigen berücksichtigt. Zusätzlich führt die EUROPA einen neuen Partnerschutz ein und bietet deutlich höhere Leistungen beim Kinder-Bonus.

mehr ...

Immobilien

Mietendeckel: Investitionen brauchen Planungssicherheit

Zwischen statistischem Bundesamt und Immobilienverbänden brodelt es gewaltig. Streitpunkt heute: Wie die hoch die Anzahl der Baugenehmigungen ist. Was Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, dazu meint.

mehr ...

Investmentfonds

SpVgg Unterhaching: Fußball-Aktie kann gezeichnet werden

Der SpVgg Unterhaching ist nun offiziell an der Börse notiert. Fußballfans können die Aktien für 8,10 Euro zeichnen. Welchen Beitrag Käufer damit für die Entwicklung des Münchener Traditionsclubs leisten.

mehr ...

Berater

Intrapreneur: Reizen Aktien Mitarbeiter zu mehr Unternehmertum an?

Ergebnisse der Global Equity Insights Survey 2019 zeigen, dass die Verbreitung langfristiger variabler Vergütung  auch auf niedrigeren Hierarchieebenen voranschreitet. Wieso sich Märkte und Unternehmen nun langfristigen Bindungen durch Aktienplänen öffnen.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

Brexit: Aus für die “deutschen Limiteds”?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen.

mehr ...