Betriebsrenten mit Zuwachs, doch Aktuare warnen

Rund 265.000 zusätzliche Arbeitnehmer verfügen seit vergangenem Jahr über eine betriebliche Altersversorgung (bAV), teilte der Versicherungsverband GDV am Donnerstag mit. Unterdessen warnen Experten vor einer drohenden Schieflage in der bAV.

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Peter Schwark, GDV: „Sinnvoll wäre auch eine stärkere Förderung für Arbeitnehmer mit geringen Einkommen.“

Laut GDV-Statistik stieg die Zahl der Verträge für eine betriebliche Altersversorgung 2015 um 1,8 Prozent auf mehr als 15 Millionen. Zum Vergleich: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich im vorigen Jahr um 517.000. Die Beiträge für die betriebliche Altersversorgung summierten sich nach Berechnung des GDV im vorigen Jahr auf 19,1 Milliarden Euro.

GDV: Bedeutung der bAV stetig gewachsen

„Die Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung ist stetig gewachsen. Angesichts der großen demografischen Herausforderungen sollten wir alles dafür tun, dass dieser positive Trend anhält“, sagte GDV-Geschäftsführer Dr. Peter Schwark. Dazu müsse die betriebliche Altersversorgung gerade für kleinere und mittlere Unternehmen einfacher werden, betonte Schwark. „Sinnvoll wäre auch eine stärkere Förderung für Arbeitnehmer mit geringen Einkommen.“

Versicherungsmathematiker schlagen Alarm

Überschattet wurde diese positive Nachricht für die bAV von einer Warnung der einflussreichen Deutsche Aktuarvereinigung (DAV): Die Niedrigzinsen bringen aus ihrer Sicht die bAV aus dem Gleichgewicht.

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Noch könnten die zugesicherten Zinsen gezahlt werden. Doch sollten die Kapitalerträge weiter sinken, könnten die Anforderungen nicht mehr erfüllt werden, warnten die Versicherungsmathematiker am Donnerstag in Köln.

Seite zwei: „Das Problem steht vor der Tür“

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