3. Oktober 2016, 10:30
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Digitalisierung: Es braucht mehr als eine App

Wichtig für uns ist außerdem, die Fin- und Insurtech-Bewegung zu beobachten, also die zahlreichen, digitalgetriebenen Start-ups im Finanz- und Versicherungsumfeld. In der Branche und den Medien scheiden sich die Geister, ob diese neuen disruptiven Mitbewerber eine Bedrohung oder Bereicherung für die klassischen Finanzdienstleister sind. Wir haben uns hier frühzeitig positioniert und sagen: Über sinnvolle strategische Kooperationen können diese jungen dynamischen Unternehmen sehr wertvoll für die W&W sein und bieten ihr neue Chancen.

Zusammenarbeit mit Fintechs

Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen W&W und Start-up konnten wir beispielsweise bereits beim Kontowechselservice mit der Firma Fino GmbH erleben. Diese positiven Erfahrungen sprechen dafür, dass wir auch in Zukunft Kooperationen anstreben, wo es strategisch sinnvoll ist. Digitalisierung ist nicht nur das Anbieten von Technik, sondern bedeutet vielmehr eine Weiterentwicklung der Unternehmenskultur.

Digitalisierung beginnt in den Köpfen und definiert sich nicht durch bunte, nette Apps. Es geht um das tiefere Verständnis, dass sich Verhaltensweisen ändern – sowohl von Kundenseite, als auch bei der Organisation von Arbeit. Dazu gehören flachere, offenere Führungsstrukturen, aber auch agile und kreative neue Arbeitsmethoden wie “Design Thinking” – also der iterative Entwicklungsprozess von Lösungen zusammen mit den Kunden.

Fehler sind Chancen für Verbesserungen

Wir müssen lernen, dass Fehler erlaubt sind, denn sie dienen als Chance für Verbesserungen. Als weiteres Credo gilt es, Dinge, die nicht funktionieren, schnell ad acta zu legen. Ganz nach dem Prinzip “try fast, fail fast”. Trotzdem sind auch “alte” Tugenden wie Sicherheit, Verlässlichkeit und Qualität wichtige Stärken, auf die wir weiterhin setzen. Mit dem Ziel, digitale Produkte oder Services zu entwickeln, die den Wünschen der Kunden entsprechen und am Markt zu bestehen, hat die W&W im Jahr 2015 ein eigenes internes Start-up gegründet. Die “digitale Werkstatt” startete mit dem Ziel, der Kreativität – losgelöst von Konzernstrukturen – freien Lauf zu lassen.

Das eigentlich zeitlich begrenzte Projekt war so erfolgreich, dass es als Spin-off in Berlin als W&W Digital GmbH weitergeführt wurde.  Parallel dazu haben sich im vergangenen Jahr die “Digital Citizens” (DCs) konstituiert. Digital affine Mitarbeiter der W&W-Gruppe haben sich zu diesem Expertennetzwerk zusammengeschlossen und als interne Multiplikatoren ihre Kolleginnen und Kollegen in mehr als 300 Präsentationen über den digitalen Wandel sowie die Chancen für die W&W informiert. So wurde eine interne Vernetzung im Rahmen der Digitalisierung befördert und ein kultureller Wandel in Gang gesetzt.

Seite drei: Frühzeitige digitale Weichenstellung bei W&W

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