6. Juni 2016, 16:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gut für Versicherer: Geschäft mit Einbruchschutz wächst deutlich

Die steigenden Einbruchzahlen lassen das Geschäft mit Alarmanlagen, Sicherheitsschlössern und Kameras blühen. Für die Versicherer ist das eine gute Nachricht: Wohnungseinbrüche haben der deutschen Assekuranz im vergangenen Jahr so viel Geld gekostet wie noch nie.

Einbruch in Gut für Versicherer: Geschäft mit Einbruchschutz wächst deutlich

Vor allem organisierte Tätergruppen aus Osteuropa haben laut polizeilicher Kriminalitätsstatik die Zahl der Wohnungseinbrüche 2015 bundesweit auf den höchsten Stand seit der Jahrtausendwende getrieben.

“Wir haben seit Jahren jährliche Umsatzzuwächse im Bereich von fünf Prozent”, sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Sicherheitstechnik, Norbert Schaaf, der Deutschen Presse-Agentur.

“Seit Jahren steigt die Zahlen der Einbrüche in Wohnungen”

Im vergangenen Jahr habe das Plus sogar 6,9 Prozent erreicht; detaillierte Zahlen werden in Kürze veröffentlicht. “Die Facherrichter haben gar nicht mehr genug Leute, um die Anlagen einzubauen”, sagte der Verbandschef. Dass der Staat Einbruchschutz seit einem halben Jahr bezuschusst, wirke sich finanziell jedoch noch nicht stark aus.

“Seit Jahren steigt die Zahlen der Einbrüche in Wohnungen. Das ist für die Betroffenen eine Katastrophe”, sagte Schaaf, der auch Geschäftsführer des Alarmanlagenbauers Atral-Secal in Eltville ist. “Wir haben nur einige Kunden, die wegen der Förderung Sicherheitstechnik gekauft haben”, sagte Schaaf. “Der psychologische Effekt ist wesentlich größer.” Das Förderprogramm habe die Botschaft überbracht, sich über Einbruchschutz Gedanken machen zu müssen.

Nur etwa jeder siebte Fall wird aufgeklärt

Vor allem organisierte Tätergruppen aus Osteuropa haben laut polizeilicher Kriminalitätsstatik die Zahl der Wohnungseinbrüche 2015 bundesweit auf den höchsten Stand seit der Jahrtausendwende getrieben. Es wurden 167 136 Fälle registriert – fast zehn Prozent mehr als im Jahr 2014. Nur etwa jeder siebte Fall wird aufgeklärt.

Versicherer: “Einbrechern wird es zu leicht gemacht”

Die Auswirkungen dieser dramatischen Entwicklung bekommen auch die Versicherer zu spüren: Nach Angaben des Versicherungsverbandes GDV überwiesen die Unternehmen in 2015 530 Millionen Euro an ihre Kunden. Das waren 40 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. “Einbrechern wird es in Deutschland immer noch zu leicht gemacht”, kritisierte der Verband Mitte Mai.

Wer den Einbruchschutz seines Hauses oder seiner Wohnung verstärken will, kann seit diesem Jahr Zuschüsse der staatlichen Förderbank KfW von 200 bis 1500 Euro beantragen. Die für dieses Jahr geplanten zehn Millionen Euro waren schon im April verbraucht, die Bundesregierung will die jährliche Summe deshalb auf 50 Millionen Euro aufstocken. (dpa-AFX, lk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...