Lebensversicherung: Sechs Fragen zum Garantiezins

Gibt es Produkte ohne Garantiezins?

Immer mehr Versicherungen bieten auch Produkte ohne klassische Garantieversprechen oder in abgespeckter Form an. Zugesichert werden der Erhalt der eingezahlten Beiträge und später eine Mindestrente. Wenn es am Kapitalmarkt aufwärtsgeht, sollen Kunden von höheren Renditechancen profitieren. Einige Unternehmen kündigten zuletzt sogar eine völlige Abkehr von Lebensversicherungspolicen mit festem Garantiezins an. Verbraucherschützer sehen diese Entwicklung kritisch: Denn gerade die Planbarkeit galt lange Zeit als größter Vorteil des Altersvorsorge-Klassikers. Durch die Vielfalt der neuen Produkte werde der Markt zudem immer unübersichtlicher.

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Wird der Garantiezins ab 2018 auf jeden Fall gesenkt?

Die Entscheidung trifft das Bundesfinanzministerium nach Empfehlung der Versicherungsmathematiker und der Finanzaufsicht. Ob das Ministerium die Höhe des Garantiezinses künftig überhaupt noch vorgibt, soll im Zuge einer Bewertung des Lebensversicherungsreformgesetzes 2018 entschieden werden.

Hintergrund sind die seit Anfang des Jahres geltenden verschärften Eigenkapitalvorschriften (Solvency II), mit denen die Versicherungsbranche krisenfester gemacht werden soll. Ursprünglich wollte die Bundesregierung bereits von Anfang 2016 an keine einheitliche Obergrenze mehr vorgeben.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

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