Hannover Rück sieht Lichtblicke trotz Preisverfall

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück sieht das Ende des Preisverfalls in der Branche noch nicht erreicht. Die jüngsten Großschäden durch die Waldbrände in Kanada sowie Hagel und Überschwemmungen in Deutschland böten aber Chancen für Preiserhöhungen, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Montag beim Branchentreffen „Rendez-Vous de Septembre“ in Monte Carlo.

Der Vorstandsvorsitzende der Hannover Rück Ulrich Wallin wiederholte das selbstgesteckte Ziel eines Gewinns Gesamtjahr von rund 875 Millionen Euro.
Der Vorstandsvorsitzende der Hannover Rück Ulrich Wallin wiederholte das selbstgesteckte Ziel eines Gewinns Gesamtjahr von rund 875 Millionen Euro.

Bei der Vertragserneuerung mit Erstversicherern wie Allianz und Axa zum kommenden Jahreswechsel rechnet er mit „mehr Stabilität bei Preisen und Konditionen„.

Die Hannover-Rück-Aktie konnte sich nach diesen Nachrichten dem allgemeinen Abwärtstrend des Aktienmarkts nicht entziehen. Nach rund anderthalb Handelsstunden lag sie am Montag mit 1,48 Prozent im Minus im Mittelfeld des MDax. Damit verlor sie nicht ganz so stark wie die Papiere des Weltmarktführers Munich Re, dessen Vorstand schon am Sonntag von einem „unverändert herausfordernden“ Marktumfeld berichtet hatte.

„Wir erwarten keinen Preisanstieg auf breiter Front“

Seit 2013 können die Rückversicherer bei ihren Kunden von Jahr zu Jahr im Schnitt geringere Prämien für die übernommenen Risiken durchsetzen. Dies liegt auch an den seit Jahren vergleichsweise geringen Katastrophenschäden, dank derer die Unternehmen der Branche das gesunkene Prämienniveau bisher verkraften. „Wir erwarten keinen Preisanstieg auf breiter Front, weil die Ergebnisse der Branche immer noch recht gut sind“, sagte Wallin. Für das laufende Jahr sieht er den Rückversicherer auf Kurs, den angepeilten Jahresgewinn von mindestens 950 Millionen Euro zu erreichen.

Seite zwei: Fraglich scheint die Entwicklung im wichtigen Naturkatastrophengeschäft in den USA

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