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14. Juli 2016, 08:29
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Versicherte sollen bessere Rollatoren und Rollstühle bekommen

Versicherte in Deutschland sollen künftig bessere Rollatoren und Rollstühle von den Krankenkassen erstattet bekommen.

Versicherte sollen bessere Rollatoren und Rollstühle bekommen

Vielen Betroffenen reiche die Standardversorgung bei Rollatoren und Rollstühlen nicht, heißt es beim Kassen-Spitzenverband.

“Da muss sich einiges ändern”, sagte Gernot Kiefer, Vorstand des Kassen-Spitzenverbandes, am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Groß Behnitz bei Berlin. Kiefer nannte dies als Beispiel dafür, dass die Kassen die Versorgung mit Hilfsmitteln insgesamt auf den neuesten Stand bringen wollten.

Betroffene zahlen bislang aus eigener Tasche zu

Vielen Betroffenen reiche die Standardversorgung bei Rollatoren und Rollstühlen nicht. Sie nutzten bessere Modelle und zahlten dabei aus eigener Tasche zu. Geprüft werden solle, die standardmäßige Versorgung in dem Bereich zu modernisieren.

Bereits 2013 sei der Festbetrag für Hörgeräte deutlich gesteigert worden, wo oft deftige Zuzahlungen fällig waren. Der Festbetrag für Schwerhörige stieg von 421 auf 785 Euro. Auch deshalb seien die Ausgaben für Hilfsmittel zuletzt deutlich auf mehr als 7,5 Milliarden Euro angewachsen.

Auch in Zukunft würden die Ausgaben mit der Alterung der Gesellschaft und technischem Fortschritt deutlich wachsen. Die Kosten und die Steuerung in diesem Bereich bleibe “mit zunehmender Brisanz” auf der Tagesordnung, sagte Kiefer. Das offizielle Hilfsmittelverzeichnis mit 35 000 Einzelprodukten werde nun erneuert. Eine Reform in dem Bereich sei zudem bei der Bundesregierung in Vorbereitung.

Skepsis über angekündigte Verbesserungen

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, zeigte sich skeptisch über die angekündigten Verbesserungen. “Bisher waren die Krankenkassen dafür bekannt, die Preise und die Qualität bei den Hilfsmitteln zu drücken”, sagte er. In die Schlagzeilen war etwa geraten, dass viele Patienten nur unzureichende Inkontinenzhilfen erhalten hatten. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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