Indexpolicen: Gefragte Einsteigerprodukte in den Aktienmarkt

Einige Tarife setzen in puncto Flexibilität und Wahlmöglichkeit noch einen drauf und ermöglichen sogar die Aufteilung der Überschüsse: Ein Teil, beispielsweise 75 Prozent, werden für die Indexbeteiligung eingesetzt, den Rest von 25 Prozent lässt man dem Vertragsguthaben direkt zuweisen. Diese Aufteilungsmöglichkeit signalisiert zwar große Flexibilität bei der Tarifgestaltung, ist allerdings für die Zielsetzung Renditesteigerung eher kontraproduktiv. In der Ansparphase sollte der Fokus auf Rendite liegen, bei befürchteten Einbrüchen oder kurz vor der Rente ist es sicherlich
beruhigender, die konventionelle Überschusszuweisung zu wählen.

Sinkt die Überschussbeteiligung, sinken die Renditechancen

Da der Kern einer Indexpolice eine klassische Rentenversicherung ist, ist auch diese sehr stark von der Höhe der Überschussbeteiligung abhängig. Ein hoher Cap bzw. eine hohe Partizipationsquote, dazu die Finanzierung der Kappung der negativen Indexentwicklungen haben ihren Preis. Dieser Preis muss durch die Überschussbeteiligung bezahlt werden. Sinkt die Überschussbeteiligung, muss auch die Indexbeteiligung angepasst werden und dadurch sinken die Renditechancen. Erwartet der Kunde eine positive Indexentwicklung, könnte er selbst aus seinem sicheren Vertragsguthaben einen Teil verwenden, um die Indexoption zu finanzieren. Mit dem Verzicht auf einen Teil seiner Garantie würde er eine deutlich höhere Indexbeteiligung generieren. Diese Möglichkeit bietet bislang allerdings nur ein Versicherer.

Ellen Ludwig ist Geschäftsführerin von [ascore] Das Scoring in Hamburg.

Foto: Martina van Kann

Lesen Sie den vollständigen Artikel im aktuellen Cash.-Magazin (07/2016).

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