25. August 2016, 18:36
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“Beeindruckend, wie schnell die Start-ups den Input aufnehmen”

Das Insurtech-Accelerator-Programm “Werk1” in München soll innovative Ideen für die Versicherungsbranche entwickeln, die in ein tragfähiges Geschäftsmodell münden – so der Wunsch der zehn Versicherungsunternehmen, die das Programm unterstützen. Cash. hat mit Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische, über die Ziele und die Fortschritte gesprochen.

Insurtechs: Beeindruckend, wie schnell die Start-ups den Input aufnehmen

Martin Gräfer, die Bayerische: “Am meisten begeistert hat der unbedingte Wille aller Gründer, einen Beitrag zur Modernisierung und Veränderung der Versicherungsbranche zu leisten.”

Mit dem Existenzgründerzentrum “Werk1”  in München wolle die Bayerische mithelfen, “innovative Ideen für die Versicherungsbranche zu einem tragfähigen Geschäftsmodell zu entwickeln”. Welche Bereiche und Sparten stehen dabei im Fokus?

Gräfer: In erster Linie geht es bei dem Programm darum, die Zusammenarbeit zwischen Start-ups aus der digitalen Entrepreneurship-Szene und der Versicherungsindustrie zu fördern, mit dem Ziel, eine Austauschplattform am Standort München zu schaffen. Mit Synergieeffekten rechnen wir vor allem bei der Entwicklung von schlanken Abwicklungsprozessen und innovativen Services für Kunden und Vertriebspartner.

Ende Mai ist die Bewerbungsphase für interessierte Gründer zu Ende gegangen. Wie zufrieden sind Sie mit der Projektarbeit der ausgesuchten Gründer-Teams? 



Die erste “Förderrunde” mit fünf Start-ups ist Ende Juni gestartet. Die Jungunternehmer wurden aus einer Vielzahl von Bewerbern in einer “Pitch-Runde” durch die Sponsoren ausgewählt. Die Gründer-Teams stellen wöchentlich ihre Arbeitsergebnisse den Partnerunternehmen vor und tauschen sich hierzu gemeinsam aus. In regelmäßigen Keynotes und Workshops werden den Teams fachspezifische Themen aus der Versicherungsindustrie vorgestellt. Die Bayerische stellt den Start-up-Experten aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens wie IT, Digitalisierung, Underwriting, Schaden oder Vertriebsmanagement als Ansprechpartner zur Verfügung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie schnell die Start-ups den Input aufnehmen und in ihre Projektarbeit sofort miteinbringen.

Was hat Sie am meisten beeindruckt, nachdem Sie die Gründer kennengelernt haben?

Am meisten begeistert hat der unbedingte Wille aller Gründer, einen Beitrag zur Modernisierung und Veränderung der Versicherungsbranche zu leisten. Aus der täglichen Projektarbeit der Start-ups können mit Sicherheit Ansätze und Methoden insbesondere hinsichtlich der Agilität in die Versicherungsunternehmen übertragen werden.

Wann ist mit ersten Ergebnissen zu rechnen?

Bereits Mitte Oktober werden die Geschäftsideen der Teams auf einem “Demo-Day” vorgestellt. Im Dezember endet der erste Durchgang, der sogenannte Batch.

Interview: Lorenz Klein

Foto: die Bayerische

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