Junge Union dringt auf späteren Rentenbeginn

Die Junge Union (JU) dringt auf eine rasche Festlegung von CDU und CSU auf einen späteren Renteneintritt in Deutschland. Ohne diesen Schritt drohe ein starkes Absinken des Rentenniveaus.

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Eine längere Lebensarbeitszeit ist aus der Sicht der Union nötig, um die Rente auch in Zukunft zu sichern.

„Das Thema Rente gehört mit auf die Agenda beim Treffen der Unionsspitzen am 24. und 25. Juni“, sagte JU-Chef Paul Ziemiak der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Dabei sollte die Union eine längere Lebensarbeitszeit unbedingt berücksichtigen.“

Späte Rente entlastet Steuerzahler

Am Montag hatte die Versicherungswirtschaft eine Studie vorgelegt, nach der ohne deutlich spätere Rente eine enorme Belastung der Steuerzahler und ein rapides Absinken des Rentenniveaus drohen.

„Es ist dringend notwendig, in Deutschland darüber zu diskutieren, wie wir die Rente zukunftssicher gestalten können“, sagte Ziemiak. „Ich erwarte auch eine baldige Positionierung der CDU und eine Abstimmung mit der CSU.“

Lebensarbeitszeit darf nicht tabuisiert werden

Eine Tabuisierung längerer Lebensarbeitszeit versperre einen wichtigen Lösungsweg. „Dass Menschen bei längerer Lebenszeit und Rentenbezugsdauer auch länger arbeiten, sofern sie gesundheitlich dazu in der Lage sind, ist ein gerechter Beitrag zur Entlastung der jungen Generation“, sagte der CDU-Politiker.

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Bei der mit Spannung erwarteten Klausur wollen die Unionsparteien ihren Dauerstreit überwinden. Beim Thema Rente ist trotz Ankündigungen neuer Reformschritte noch keine einheitliche Linie in Sicht. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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