7. November 2016, 11:47
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LV- und PKV-Rating: Die besten Versicherer

Das Ratinghaus Softfair hat die neuen Jahrgänge ihrer Lebensversicherungs- und PKV-Unternehmensratings veröffentlicht. Sechs Lebensversicherer und sechs Krankenversicherer erhielten die Höchstnote “hervorragend”.

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Softfair erstellt die Unternehmensratings auf Basis öffentlich zugänglicher Daten aus den Geschäftsberichten der Gesellschaften.

Für das LV-Unternehmensrating wurden 68 Lebensversicherungsgesellschaften untersucht. Die Höchstnote erhielten sechs Versicherer (Allianz, Alte Leipziger, Continentale, Europa, Ideal, Stuttgarter). Das sind fünf weniger als im letztjährigen Rating. Zu schulden sei das unter anderem der angespannten Kapitalmarktsituation und damit einer insgesamt gesunkenen Nettoverzinsung, teilte Softfair mit.

Die prognostizierte Rendite zeigt nach Angaben von Softfair ebenso eine rückgängige Tendenz: Zukünftig können die Gesellschaften mit ihren Kapitalanlagen nach der heutigen Prognose der Analysten nur noch eine Rendite in Höhe von 2,53 Prozent erwirtschaften, nach 2,84 Prozent im Vorjahr. Einer der Gründe dafür sei die Tatsache, dass Gesellschaften weniger freies Risikokapital zur Verfügung hätten, welches sie in risikoreichere, aber deutlich ertragsstärkere Titel investieren können.

Im Unterschied dazu sei beim Versicherungsbestand gemessen an den Beitragseinnahmen nur ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Insgesamt sei ein Abstieg um 2,6 Prozent zu beobachten. Vier Gesellschaften wiesen laut Softfair sogar einen Bestandszuwachs um mehr als 20 Prozent auf.

PKV: Alle Unternehmen verbessern sich

Im Rating der privaten Krankenversicherer wurden 30 Gesellschaften analysiert. Wie bereits im Vorjahr bekamen sechs Gesellschaften die höchste Bewertung (Alte Oldenburger, Deutscher Ring, DEVK, Inter, Provinzial, Signal). Insgesamt schnitten alle Unternehmen im Durchschnitt besser ab als 2015.

Die Mehrheit der analysierten Gesellschaften konnte laut Softfair-Rating ihr Eigenkapital weiter stärken. Bei der Eigenkapitalquote sei ein Anstieg in Höhe von 0,4 Prozent zu verzeichnen. Den Hauptgrund sehen die Analysten in “Solvency II”, die eine ausreichende Eigenkapitalausstattung vorschreibt.

Nettoverzinsung rückläufig

Auch die Krankenversicherer werden nach Softfair-Angaben durch die anhaltende Niedrigzinsphase weiter stark beeinflusst. Die Nettoverzinsung sei von 3,92 Prozent im Vorjahr auf 3,70 Prozent gesunken. Ebenso sei die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote um rund 1,2 Prozent gesunken. Diese bleibe aber weiterhin mit zwölf Prozent auf einem guten Niveau.

Beim Versicherungsbestand gemessen an verdienten Beiträgen und Personen sei durchschnittlich ein leichter Anstieg zu beobachten. Hierbei konnte laut Softfair nur eine Gesellschaft einen Bestandszuwachs an den Beitragseinnahmen um mehr als zehn Prozent erzielen. Die Anzahl der vollversicherten Personen sei auch wie im Vorjahr durchschnittlich leicht zurückgegangen. (kb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Und wie sieht es mit den Bestimmungen aus, die gerettet werden sollten damit der Kunde weiß, wohin er gehört?

    Kommentar von Frank Dietrich — 8. November 2016 @ 08:01

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