Munich-Re-Tochter Ergo streicht bei Konzernumbau über 1.800 Jobs

Der Versicherungskonzern Ergo verschreibt sich einen gründlichen Umbau und streicht unter dem Strich mehr als 1.800 Arbeitsplätze. Ziel sei, das Unternehmen fit für die digitale Zukunft zu machen, kündigte der seit September amtierende Ergo-Chef Markus Rieß am Mittwoch in Düsseldorf an.

Banken-Stellenabbau
Munich Re streicht im Zuge seines Konzernumbaus 1.800 Stellen.

Der Jobabbau trifft allein das deutsche Geschäft des Konzerns, der zum weltgrößten Rückversicherer Munich Re gehört. Mit Investitionen und anderen Ausgaben von gut einer Milliarde Euro bis zum Jahr 2020 will Rieß die Computersysteme auf die Anforderungen der Internet-Welt ausrichten und den Vertrieb deutlich straffen.

Wegen der Umbaukosten etwa für Abfindungen erwartet Ergo in diesem Jahr sein zweites Verlustjahr in Folge. 2017 solle es wieder einen deutlichen Gewinn geben, ab 2021 soll das Nettoergebnis mehr als 500 Millionen Euro erreichen.

[article_line type=“most_read“]

Dazu sollen die jährlichen Kosten bis 2020 brutto um 540 Millionen und netto um 280 Millionen Euro sinken. Der Mutterkonzern Munich Re betonte, dass der für 2016 erwartete leichte Verlust der Tochter in seiner Gewinnprognose von 2,3 Milliarden Euro bereits berücksichtigt sei. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments