13. Oktober 2016, 11:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rentenlücke für jeden dritten Deutschen kein Thema

In einer Umfrage der Postbank hat ein Drittel der Deutschen angegeben, dass sie die gesetzliche Rente für ausreichend halten, um den Lebensabend zu finanzieren. 

Sparen-Euro in Rentenlücke für jeden dritten Deutschen kein Thema

Vielen Deutschen reiht offensichtlich die gesetzliche Rente.

Laut einer aktuellen TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank glauben rund 31 Prozent der Befragten, dass die gesetzliche Rente für die Finanzierung ihres Lebensabends ausreichen wird. Knapp 92 Prozent dieser Optimisten meinen sogar, dass sie im Alter keine Einbußen bei ihrem Lebensstandard hinnehmen müssen. “Diese Annahme ist in der Regel falsch. Aktuell deckt die gesetzliche Standardrente netto etwa 48 Prozent des Durchschnittseinkommens ab – Tendenz fallend”, so Karsten Rusch von der Postbank. “Je weiter das Renteneintrittsalter in der Zukunft liegt, desto größer die zu erwartende Rentenlücke, das heißt die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der gesetzlichen Rente.”

Dementsprechend zeigen sich mit knapp 60 Prozent besonders viele der über 60-Jährigen zuversichtlich, dass sie mit der gesetzlichen Rente auskommen werden, von den 50- bis 59-Jährigen sind es immerhin knapp 25 Prozent. In der Altersgruppe 40 bis 49 Jahre vertrauen nur noch knapp 17 Prozent auf das staatliche Rentensystem. In der Gruppe 30 bis 39 Jahre sind es dagegen nur knapp sieben Prozent.

Mangelndes Interesse führt zur Fehleinschätzung

Umso erstaunlicher, dass knapp 23 Prozent der 16- bis 29-Jährigen der Meinung sind, dass die gesetzliche Rente für ihren Ruhestand ausreichen wird. Ein Grund für diesen hohen Prozentsatz sind mangelndes Interesse und fehlende Information in dieser Altersgruppe. Knapp 63 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sorgen aktuell privat nicht vor, so die Postbank Umfrage – das ist Spitze in allen Altersklassen. Überproportional viele junge Befragte nennen als Grund, dass sie sich über private Altersvorsorge noch keine Gedanken gemacht haben.

“Private Vorsorge möglichst früh beginnen”

“Gerade junge Menschen sollten möglichst früh mit der privaten Vorsorge beginnen”, empfiehlt Rusch von der Postbank. “Auch wenn die Vergütung in der Ausbildung oder zum Berufsstart noch gering ist, lohnt es sich, monatlich kleine Beträge anzulegen – zum Beispiel in einem Fondssparplan. Da der Renteneintritt noch in weiter Ferne liegt, sammelt sich im Laufe der Jahre ein stattliches Kapital an und kurzfristige Kursverluste gleichen sich aus.” (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...