6. Mai 2016, 10:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Strafzinsen belasten Krankenkassen immer stärker

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen immer höhere Strafzinsen auf ihre gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen zahlen. Alleine die AOK Bayern wendet inzwischen rund 50 000 Euro im Monat dafür auf, sagte ihr Vorstandschef Helmut Platzer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Strafzins in Strafzinsen belasten Krankenkassen immer stärker

Die EZB verlangt von Geschäftsbanken für Einlagen bei der Zentralbank inzwischen Negativzinsen, die von der Finanzbranche zum Teil an Großkunden, wie etwa Krankenkassen, weitergegeben werden.

Dabei gebe es “eine deutlich steigende Tendenz”, warnte Platzer.

Banken geben Negativzinsen an Krankenkassen weiter

Der Aufwand in der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung werde sich in diesem Jahr auf einen deutlich zweistelligen Millionenbetrag summieren, schätzt der Chef der bundesweit größten Ortskrankenkasse. Platzer fordert deshalb ein Einschreiten der Politik, um die Folgen der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank für die Finanzen der deutschen Sozialversicherung abzumildern.

Die EZB verlangt von Geschäftsbanken für Einlagen bei der Zentralbank inzwischen Negativzinsen, die von der Finanzbranche zum Teil an Großkunden, wie etwa Krankenkassen, weitergegeben werden.

Die Banken sollten nach Ansicht des AOK-Chefs Platzer verpflichtet werden, zumindest für die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen Nullzins-Konten anzubieten. Auch die Vorschrift, wonach die Pflegeversicherung einen Kapitalstock aufbauen muss, um in kommenden Jahrzehnten drohende Beitragssteigerungen abzudämpfen, sollte wieder gekippt werden.

“Ein Kapitalstock ergibt nur dann Sinn, wenn damit Zinsen erwirtschaftet werden”, kritisierte Platzer. Derzeit sei es aber so, dass die Gelder, die zurückgelegt werden, jeden Monat an Wert verlieren. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Jungmakleraward: Ingo Schröder über „digitale Laufkundschaft“

Der Jungmakler Award dient dazu, junge Vermittler der Finanz- und Versicherungswirtschaft zu unterstützen. Ziel ist es, eine hochwertige Beratungskultur in der Branche aufzubauen. Cash.Online hat bei den Bewerbern nachgefragt und stellt diese im Interview vor. Als Nächster erzählt Ingo Schröder, Gesellschafter und Geschäftsführer bei Malwerk Finanzpartner über sein Unternehmen.

mehr ...

Immobilien

Auf die Barrikaden für die Freiheit!

Die größte Gefahr geht jetzt von der Immobilienwirtschaft selbst aus. Sie verfällt in Apathie, sie handelt reaktiv, sie verheddert sich im Kleinklein, sie lässt sich von angeblichen Kompromissen blenden. Ein Kommentar von Dr. Josef Girshovich, Managing Partner, PB3C GmbH.

mehr ...

Investmentfonds

Aquila Capitals nachhaltige Investment-Strategie bestätigt

Aquila Capital hat seinen Status als führender Anbieter nachhaltiger Investmentlösungen in einer aktuellen Analyse von GRESB bestätigt. Die Ergebnisse unterstreichen die weit überdurchschnittliche Leistung im Vergleich zu Wettbewerbern und das Engagement des Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit und Transparenz für Anleger.

mehr ...

Berater

Burnout – und jetzt?

Die Zahl der Menschen mit Burnout steigt stetig. Gerade in der Finanzbranche sind viele Arbeitnehmer betroffen. Doch was ist Burnout eigentlich genau und welche Menschen sind besonders gefährdet? Ein Gastbeitrag von Mareike Fell, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Trainerin und Beraterin.

mehr ...

Sachwertanlagen

9. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen: Die Antworten auf Ihre Fragen

Chancen und Herausforderungen für Asset Manager und Vertriebe: Die Teilnehmer diskutieren die Themen Asset-Knappheit, Regulierung und Absatzchancen. Was die Teilnehmer auf Ihre Fragen geantwortet haben

mehr ...

Recht

Parkverbot auf schmalen Straßen auch ohne Verbotsschild

Ist eine Straße schmaler als 5,50 Meter, darf in der Regel auch gegenüber einer Grundstückseinfahrt nicht geparkt werden. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes (3 C 7.17) hin, aus dem sich dieser Orientierungswert ergibt.

mehr ...