30. Juni 2016, 14:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherer: Outsourcing von Prozessen kommt kaum voran

Die deutsche Versicherungswirtschaft kommt beim Auslagern von Geschäftsprozessen kaum voran. Zugleich wird das Outsourcing-Potenzial von der Branche weiter hoch eingeschätzt, ergab eine aktuelle Studie.

Versicherer: Outsourcing von Prozessen kommt kaum voran

Oftmals sind die Prozessstrukturen in den Unternehmen so komplex, dass sie sich als eine “massive Outsourcing-Barriere” erweisen.

Komplexe und wenig standardisierte Prozessstrukturen innerhalb der Versicherungsbranche hemmten den Einsatz von Outsourcing-Instrumenten, teilte das Hamburger Beratungsunternehmen Sopra Steria Consulting am Donnerstag auf Basis einer aktuellen Studie mit.

“Optimierung der Kostenquote zwangsläufig notwendig”

Gerade aufgrund des hohen finanziellen Drucks, der auf der Branche lastet, sei eine Optimierung der Kostenquote auch “zwangsläufig notwendig”, so die Berater. Doch oftmals sind die Prozessstrukturen in den Unternehmen so komplex, dass sie sich als eine “massive Outsourcing-Barriere” erweisen – diese Ansicht vertreten sieben von zehn Entscheidern in deutschen Versicherungsunternehmen. Noch mehr, 90 Prozent, machen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken als Hemmnis für die Auslagerung von Prozessen geltend.

Versicherer agieren widersprüchlich

Ein Widerspuch, auf den die Berater hinweisen, ist, dass laut einer weiteren Studie zwar 70 Prozent der Versicherer in der eigenen Kostensituation “eine zentrale Herausforderung” sehen, jedoch gerade einmal ein Viertel der befragten Unternehmen bis 2018 nennenswerte Investitionen für Outsourcing eingeplant haben.

Doch immerhin sind sich laut aktueller Untersuchung immer mehr Branchenvertreter darüber bewusst, welchen Nutzen das Outsourcing von Geschäftsprozessen bietet. Bei den Befürwortern gelten Kosteneinsparungen als Hauptargument (89 Prozent). Weitere 70 Prozent der befragten Entscheider und Experten erhoffen sich mehr Freiraum zur Konzentration auf ihr Kerngeschäft, 60 Prozent eine transparentere Kostenstruktur. (lk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Google: “Nicht der Kern unserer DNA“

Cash. sprach mit Jan Meessen, Industry Manager Insurance bei Google Deutschland, über die Unterstützung der Versicherungskonzerne bei der digitalen Transformation, einen möglichen Einstieg ins Versicherungsgeschäft und persönliche Beratung für “Digital Natives“.

mehr ...

Immobilien

Scheidung und Hausverkauf: Finanzielle Verluste vermeiden

Lassen sich Paare mit Immobilieneigentum scheiden, stehen sie vor der Frage, was mit dem Haus oder der Wohnung geschieht. Der Immobiliendienstleister McMakler gibt Tipps, welche Schritte Paare unternehmen sollten, um finanzielle Verluste zu vermeiden und zu einer sinnvollen Lösung zu kommen.

mehr ...

Investmentfonds

Die Volatilität ist zurück

Mit der Verunsicherung der Anleger bleibt auch die Volatilität an den Märkten. Doch Auslöser für die Schwankungen ist nicht allein Unsicherheit. Die Volatilität bleibt, aber das ist nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen und Anleger können sich zudem schützen.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank: IT-Vorstand Kim Hammonds tritt zurück

Der Vorstandsumbau bei der Deutschen Bank geht weiter: Nach nur gut eineinhalb Jahren in der Topetage verlässt IT-Vorstand Kim Hammonds das größte deutsche Geldhaus, wie das Institut am Mittwochabend in Frankfurt mitteilte.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia-Investitionen in Irland und Deutschland

Die Patrizia Immobilien AG meldet den Ankauf eines Bürogebäudes in Dublin sowie von projektierten Studenten- und Businessapartments in Leipzig und Mainz.

mehr ...

Recht

Immobilienkauf: Notartermin platzt – kein Schadensersatz

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Urteil vom 13. Oktober 2017 – AZ.: V ZR 11/17 – die Haftung eines potenziellen Verkäufers einer Eigentumswohnung bei einem geplatzten Notartermin nur in Ausnahmefällen bejaht.

Gastbeitrag von Oliver Renner, Rechtsanwälte Wüterich Breucker

mehr ...