300 Versicherungsbeschäftigte im Warnstreik

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche haben rund 300 Beschäftigte die Arbeit vorübergehend niedergelegt. „Die Leute stehen geschlossen hinter unseren Forderungen“, sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Markus Westermann am Dienstag in Hannover.

Das bisherige Gehaltsangebot sei unannehmbar und würde wegen der derzeitigen Inflation zu Reallohnverlusten führen, kritisierte Verdi.
Das bisherige Gehaltsangebot sei unannehmbar und würde wegen der derzeitigen Inflation zu Reallohnverlusten führen, kritisiert Verdi.

Sie seien auch zu weiteren Warnstreiks bereit, wenn die Arbeitgeber bis Freitag kein neues Angebot vorlegen – die Chancen darauf seien allerdings gering, räumte Westermann ein. Am Freitag werden die Verhandlungen in Hamburg fortgesetzt. Bundesweit zählt das private Versicherungsgewerbe rund 170.000 Beschäftigte, in Niedersachsen und Bremen sind es 25.000.

Das bisherige Gehaltsangebot sei unannehmbar und würde wegen der derzeitigen Inflation zu Reallohnverlusten führen, kritisierte Westermann. Verdi fordert eine Einkommenserhöhung einschließlich aller Zulagen um 4,5 Prozent und 50 Euro mehr für die Auszubildenden in jedem Ausbildungsjahr.

Die Arbeitgeber boten Gehaltssteigerungen in drei Schritten an, jeweils ab 1. November: 2017 in Höhe von 1,1 Prozent, ein Jahr später ein weiteres Prozent und 2019 noch einmal 0,9 Prozent. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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