Anzeige
27. April 2017, 09:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Auch neuer Munich-Re-Chef will Ergo behalten

Die Munich Re will ihre Dauerbaustelle Ergo auch unter ihrem neuen Konzernchef behalten. Joachim Wenning, der die Führung des weltgrößten Rückversicherers an diesem Donnerstag von Nikolaus von Bomhard übernimmt, schloss eine Trennung von der seit bald 20 Jahren immer wieder in Schwierigkeiten steckenden Konzerntochter aus.

Munich-re-investor-relations Wenning 2480x1795 III in Auch neuer Munich-Re-Chef will Ergo behalten

Joachim Wenning ist neuer Konzernchef der Munich Re.

“Die Erstversicherung mit der Ergo ist in unserem Interesse, ist in Ihrem Interesse”, sagte der 52-Jährige am Mittwoch bei der Hauptversammlung in München.

Schon von Bomhard hatte immer wieder betont, dass das Erstversicherungsgeschäft der Ergo gut in den Konzern passe. Die 2016 eingeleitete Sanierung der Tochter braucht aber noch Zeit. Im Jahr 2021 soll Ergo über 600 Millionen Euro zum Konzernergebnis beisteuern. 2016 schrieb die Düsseldorfer Tochtergesellschaft wegen der Umbaukosten rote Zahlen.

Der heute 60-jährige von Bomhard hatte die Geschicke des Konzerns seit 2004 geleitet. Schon zu seinem Amtsantritt und in den Jahren davor war das Geschäft der Ergo schlecht gelaufen.

Aktionäre werden ungeduldig

“Ich verliere so langsam die Geduld mit der Ergo”, klagte deswegen die Aktionärsvertreterin Daniela Bergdolt, Vizepräsidentin der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW). Auch die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken ist unzufrieden: “Das Ergo-Desaster muss endlich ein Ende nehmen”, verlangte Ingo Speich, Portfoliomanager bei Union Investment. (dpa-AFX)

Foto: Munich Re

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

ERGO forciert Lebensversicherung

ERGO holt Markus Krawczak zum Januar 2019 als Vorstand für den Maklervertrieb Leben. Zusätzlich hat ERGO zum 1. November 2018 das neue Ressort betriebliche Altersversorgung gegründet. Dieses wird von Jan Niebuhr geleitet.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung: So hoch sind die durchschnittlichen Kreditsummen

Dr. Klein hat bundesweit Alter und Kredithöhe von Immobilienkäufern untersucht. Während Eigenheimerwerber in Sachsen-Anhalt besonders jung sind, kaufen Hamburger und Berliner später eigene vier Wände. Auch bei der Kreditsumme gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...