22. Dezember 2017, 13:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Ausbreitung der bAV einen Bärendienst erwiesen”

Dr. Georg Thurnes, Chefaktuar von Aon Hewitt, hat die europäische Versicherungsaufsichtsbehörde Eiopa scharf kritisiert. Hintergrund sind die Ergebnisse des zweiten Stresstests der Eiopa für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV), wonach zur Abdeckung von Betriebsrentenansprüchen im Extremszenario rund 700 Milliarden Euro fehlen könnten.

 in Ausbreitung der bAV einen Bärendienst erwiesen

Georg Thurnes ist Chefaktuar des Beratungsunternehmens Aon Hewitt.

“Selbstverständlich ist die augenblickliche Niedrigzinsphase für alle EbAV belastend. Der Stresstest unterstellt aber, dass ganz extreme Belastungen an einem Stichtag plötzlich und gesammelt auftreten und die Situation sich dann auf Dauer nicht mehr verändert. Hieraus tatsächliche Bedeckungslücken oder gar bedrohliche Auswirkungen für die Trägerunternehmen dieser EbAV abzuleiten ist praxisfern”, kritisiert Thurnes.

“Panik schürende Berichterstattung”

Seien Sanierungsmaßnahmen erforderlich, würden diese in der Regel behutsam, möglichst frühzeitig und vorbeugend über längere Zeiträume geplant und umgesetzt.

Die Eiopa begünstige Panik schürende Berichterstattung durch die eigene Öffentlichkeitsarbeit. “Der oft und zurecht geforderten stärkeren Ausbreitung der bAV wird hier ein Bärendienst erwiesen”, so Thurnes. (kb)

Foto: Aon Hewitt

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Krankenstandanalyse: Die fünf häufigsten Krankheitsgründe

Wenn sich Mitarbeiter krankmelden, dann bleibt der Grund für den Ausfall häufig unklar. Die Krankenkasse DAK hat nun untersucht, welche Erkrankungen die Arbeitnehmer im vergangenen Jahr am häufigsten außer Gefecht gesetzt haben.

mehr ...

Immobilien

Patrizia: Deutliches Gewinnplus für Immobilieninvestor

Der Immobilieninvestor Patrizia hat im vergangenen Jahr von seinen jüngsten Zukäufen profitiert. Dabei stiegen die Gebühreneinnahmen vor allem für die Verwaltung viel kräftiger als die Kosten.

mehr ...

Investmentfonds

Bullenmarkt bei Kryptowährungen in Sicht?

Die Performance der vergangenen Woche zeichnete Kryptoinvestoren ein Lächeln ins Gesicht: Fast alle Währungen im grünen Bereich, der Rückgang gestoppt.

mehr ...

Berater

Airline-Pleite: Flybmi ist nicht Flybe

Vor allem wegen des Brexits hat die britische Regional-Fluggesellschaft Flybmi am Wochenende Insolvenz angemeldet. Mit einer ähnlich klingenden Airline, die Mieterin mehrerer deutscher Fonds-Flugzeuge ist, hat sie jedoch nichts zu tun.

mehr ...

Sachwertanlagen

A380-Aus: Hochkonjunktur für Besserwisser

Das Ende der Produktion neuer Flugzeuge des Typs Airbus A380 bedeutet nicht automatisch Verluste für Fonds, die solche Maschinen finanziert haben. Eine schlechte Nachricht ist es trotzdem. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

OLG Celle: Reiseantritt muss zumutbar sein

In der Reiserücktrittsversicherung liegt ein Versicherungsfall vor, wenn die versicherte Person von einer unerwarteten schweren Erkrankung betroffen wird. Um dies festzustellen, kommt es laut Urteil des 8. Zivilsenats des OLG Celle nicht auf eine konkrete ärztliche Diagnose der Erkrankung an. Entscheidend sei vielmehr das Vorliegen einer krankheitsbedingten Symptomatik, die den Antritt einer Flugreise unzumutbar erscheinen lasse. 

mehr ...