Anzeige
30. November 2017, 12:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

GDV zum Niedrigzins: “Low for long”

Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) prognostiziert der Branche für das kommende Jahr ein Beitragsplus von 1,3 Prozent auf 199,4 Milliarden Euro. Das Geschäftsumfeld bleibe angesichts der Niedrigzinsen und des regulatorischen Drucks aber angespannt, sagte er auf der Jahreskonferenz “Volkswirtschaft und Finanzmärkte” in Berlin.

Wiener 1280 in GDV zum Niedrigzins: Low for long

Klaus Wiener: “Die Sparneigung ist dramatisch gefallen.”

Am besten beurteilt Wiener die Aussichten für die Transport- und Kreditversicherer. Sie profitierten derzeit von einem Konjunkturaufschwung, der sich zeitgleich in allen wichtigen Wirtschaftsregionen vollziehe.

Die rekordhohe Beschäftigtenzahl in Deutschland böte auch Lebensversicherern die Chance auf zusätzliche Beitragseinnahmen. “Das verfügbare Einkommen steigt. Das eröffnet zusätzliche Spielräume für die private Altersvorsorge”, sagte Wiener.

Gedämpft werde die Entwicklung jedoch von den niedrigen Zinsen. “Dadurch ist die Sparneigung dramatisch gefallen”, so Wiener. Deshalb würden die Beiträge der Lebensversicherer 2018 nur moderat steigen. Mit einer deutlichen Zinssteigerung rechnet er auf absehbare Zeit nicht. Vielmehr blieben die Zinsen “low for long”.

Digitalisierung als Wachstumstreiber

Mittelfristig erwartet der Ökonom wieder bessere Wachstumschancen für die Assekuranz – auch wegen der neuen Lebensversicherungsprodukte: “Die neuen Garantiemodelle bieten den Kunden bessere Renditechancen.” Der GDV habe einen steigenden Anteil von Lebensversicherungsprodukten mit geänderten Garantien festgestellt, dies sei eine gute Entwicklung, die “hoffentlich so weitergehe”.

Ein weiterer Treiber sei die Digitalisierung. Kunden bekämen so einen einfacheren Zugang zu Produkten, gleichzeitig könnten die Unternehmen neue Versicherungslösungen anbieten, so Wiener. Auch der Klimawandel, Cyberrisiken oder Big Data werden den Absicherungsbedarf seiner Meinung nach erhöhen: “Die komplexere Risikolandschaft eröffnet den Versicherern neue Geschäftsfelder.” (kb)

Foto: GDV

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Frauen gehen häufiger zum Zahnarzt als Männer

Frauen gehen in Deutschland deutlich häufiger zum Zahnarzt als Männer. Während 2016 nur 67,6 Prozent der Männer mindestens einmal zum Zahnarzt gingen, waren es bei den Frauen 75,4 Prozent, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Zahnreport der Barmer-Krankenkasse hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit Mitte 2017

Die unstete Preisentwicklung der letzten Monate bei Wohnimmobilien setzte sich auch im März fort: Ausgerechnet die Preise für Neubauhäuser, die in den letzten zwölf Monaten immer angestiegen waren, gingen im März 2018 im Vergleich zum Vormonat um 0,22 Prozent zurück. Derweil stiegen die Preise für Bestandshäuser und Eigentumswohnungen mit jeweils über einem Prozent vergleichsweise deutlich.

mehr ...

Investmentfonds

Draghi lässt sich von gestiegenen Rohstoffpreisen nicht beeindrucken

Der zunehmende Inflationsdruck führt dazu, dass einige Marktteilnehmer befürchten, die Europäische Zentralbank könnte den Leitzins schneller als bisher erwartet anheben. Doch es gibt Gründe, die dafür sprechen, dass die Geldpolitik zunächst expansiv bleibt.  Gastbeitrag von Carsten Mumm, Donner & Reuschel 

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...