14. Dezember 2017, 10:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Bestände aus eigener Kraft stabilisiert”

Die Zurich Versicherung plant nicht, ihre Lebensversicherungsbestände zu verkaufen. Das bekräftigte Vorstandschef Marcus Nagel im Rahmen eines Pressegesprächs in Köln. Die Überschussbeteiligung für 2018 will das Unternehmen stabil halten.

MarcusNagel in Bestände aus eigener Kraft stabilisiert

Marcus Nagel sieht viel Potenzial im Bereich der betrieblichen Altersversorgung.

Die Zurich habe sich bereits im Jahr 2012 mit dem Thema “Run-offs” beschäftigt, sagte Nagel. Man habe es aber geschafft, die Bestände aus eigener Kraft zu stabilisieren. Im Neugeschäft spiele die klassische Lebensversicherung allerdings keine Rolle mehr.

Die Überschussbeteiligung für 2018 will die Zurich laut Nagel stabil halten. Die laufende Verzinsung werde wie im Vorjahr 2,1 Prozent betragen. Auch die Gesamtverzinsung inklusive Schlussüberschuss bleibe konstant bei 2,7 Prozent, kündigte er an.

Viel Potenzial sieht Nagel im kommenden Jahr im Bereich der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Mit Blick auf die Reform der Betriebsrenten zeigte er sich zuversichtlich, dass sich die neuen Vorschriften des Betriebsrentenstärkungsgesetzes positiv für die Arbeitnehmer auswirken werden. Er sei überzeugt, dass insbesondere das “Opting-out”-Modell der richtige Weg sei, betonte Nagel.

Tendenziell eher ältere Kunden

Das “Opting-out” sieht vor, dass Arbeitnehmer, die keine bAV in Form einer Entgeltumwandlung möchten, dieser aktiv widersprechen müssen. Man hätte dies seiner Meinung nach aber für alle Durchführungswege einführen sollen, nicht nur für das Sozialpartnermodell.

Trotz aller Digitalisierungsbemühungen innerhalb der Versicherungsbranche und der deutlichen Veränderungen in der Vertriebslandschaft glaubt Nagel, dass auch der persönliche Kontakt zu den Kunden weiter wichtig bleiben wird. Die Zurich selbst habe zwar tendenziell eher ältere Kunden, man wolle künftig aber verstärkt auch bei jüngeren Zielgruppen punkten. (kb)

Foto: Zurich

 

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ruhestand: Wohin mit den Rücklagen?

Einer aktuellen Umfrage der Postbank zufolge haben sich 62 Prozent der deutschen Rentner ein finanzielles Polster für den Lebensabend aufgebaut. Wie legt man diesen Vorrat im Alter am besten an und wie verbraucht man ihn sinnvoll?

mehr ...

Immobilien

Baubranche: Boom setzt sich fort – Genehmigungen stagnieren

Im deutschen Bauhauptgewerbe geht die gute Konjunktur weiter. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Januar registrierten die Betriebe im Februar den höchsten jemals gemessenen Neuauftragswert für diesen Monat.

mehr ...

Investmentfonds

EY: Dax-Konzerne verdienen insgesamt weniger

Die Konjunkturabkühlung hinterlässt Spuren in den Bilanzen der deutschen Börsenschwergewichte. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

mehr ...

Berater

“Kaiser ohne Kleider”: Kritik an Scholz nach geplatzter Fusion

Für Olaf Scholz (SPD) ist es eine mehr als unangenehme Nachricht: Die Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank ist geplatzt – ein Projekt, für das sich der Finanzminister ungewöhnlich weit aus dem Fenster gelehnt hatte.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...