Cyberversicherungen: „Schadensfälle nicht einzuschätzen“

Der Rückversicherer Swiss Re hält sich im Geschäft mit Cyberversicherungen zurück. „Cyber ist für uns kurzfristig noch keine Wachstumsgeschichte“, sagte Jean-Jacques Henchoz, bei Swiss Re zuständig für Europa, den Mittleren Osten und Afrika, in einem Gespräch mit dem „Handelsblatt“.

Es gilt, nach einem massenhaften Klau von Kundendaten, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Schadensfälle durch Cyberangriffe sind laut Henchoz in ihrer Konsequenz nicht einzuschätzen.

Zwar entwickele sich der Markt für Cyberversicherungen derzeit rasch weiter, doch der Deckungsumfang im Verhältnis zum möglichen Gefährdungsgrad sei noch relativ gering, erklärte er.

Schadensfälle seien in ihrer Konsequenz nicht einzuschätzen. Ein Cyberangriff könne zu einer enormen Belastung in der Bilanz führen. Einige Risiken bleiben nach der Einschätzung des Managers „unversicherbar“.

Risiken „besser verstehen lernen“

Der Schwerpunkt für Swiss Re beim Thema Cyberversicherung liege im Bereich der Forschung und Entwicklung. Der Konzern müsse die Risiken „besser verstehen lernen“. Außerdem habe der Konzern einige Partnerschaften mit global tätigen Erstversicherern und plane, „hier mittelfristig zu wachsen“. (dpa-Afx)

Foto: Shutterstock

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