Anzeige
20. Dezember 2017, 06:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Design Sprint: Schneller zu besseren Produkten

Wer kennt das nicht: Ein neues Produkt muss her, in endlosen Runden wird ein vermeintlich optimales Produkt entwickelt und beim Einsatz im Markt stellt sich heraus, dass es nicht den Kundenerwartungen entspricht. Die Gothaer geht in der Produktentwicklung neue Wege.

Gastbeitrag von Henning Frommer, Gothaer Finanzholding AG

Design Sprint: Schneller zu besseren Produkten

Henning Frommer: “Ein Design Sprint ist ein mehrtägiger Prozess, um einen von Endkunden und Vermittlern getesteten Prototyp zu realisieren.”

Die Aufgabe: Eine Vertriebs-App für das Lebensversicherungsprodukt IndexProtect sollte in kürzester Zeit entwickelt werden, für die Entwicklungsmethode wurde bei Google abgeschaut. Im Design Sprint wurde die App in kürzester Zeit entwickelt und auf den Markt gebracht – und alle waren begeistert.

Die Idee zu den Design Sprints entstand durch die Erkenntnis, dass Brainstormings zwar oft viele gute Ideen hervorbrachten, aber die Gruppendynamik auch Probleme mit sich bringt.

Spätestens bei der Entscheidung über gute und schlechte Ideen wurden immer Kompromisse eingegangen, die dazu führten, dass es einige gewagte Ideen nicht in das finale Konzept schafften.

Im Design Sprint geht man genau den gegenteiligen Weg. Dieser ist ein mehrtägiger Prozess mit dem Ziel, einen von echten Endkunden und Vermittlern getesteten Prototypen in nur einer Woche zu realisieren.

Ziele des Design-Sprints

Bei der Gothaer fand sich dazu ein Team mit Beteiligten aus allen relevanten Bereichen – Vertrieb, Sparte, Digitalisierung, Vermittler – für vier Tage außerhalb der eigenen Räumlichkeiten im Mai 2017 zusammen, um in Rekordzeit ein neues Produkt zu entwickeln.

Die Gothaer Leben möchte ein neues und innovatives Einmalanlageprodukt auf den Markt bringen. Das Produkt soll den Kunden an der Performance eines gestreuten Indexes beteiligen, gleichzeitig eine Rückzahlungsgarantie geben, die auch geringer als 100 Prozent sein kann.

Für die vertriebliche Umsetzung soll die Gothaer als relevanter Investmentpartner für Endkunden positioniert werden. Für Vertriebspartner soll ein einfaches Tool zur Nutzung im Kundengespräch entwickelt werden.

Der Design Sprint zur Entwicklung des neuen Tools unterteilte sich in vier Schritte, die in den vier Tagen des Design Sprints durchgeführt wurden.

Erster Tag: Verstehen

Jeder Beteiligte muss das Geschäftsmodell des Unternehmens verstehen, um für die nächsten Schritte gerüstet zu sein. Entwicklungen aus der Vergangenheit werden zur Sprache gebracht und gemeinsam analysiert, welche Neuerungen in letzter Zeit positive und welche negative Entwicklungen mit sich brachten.

Man schaut sich darüber hinaus Unternehmen mit ähnlichen Produkten an, die Lösungen für das vorab definierte Ziel anbieten, um mögliche Anknüpfungspunkte zu finden.

Ein entscheidender Punkt für den Erfolg des Design Sprints ist die Formulierung der Zielsetzung. Im Team wird gemeinsam an der Formulierung der Zielsetzung gearbeitet – was wollen wir gemeinsam erreichen?

Zunächst wird ein Anspruch an das Endergebnis formuliert, das Ziel wird durch Weglassen einzelner Teile zugespitzt. Konkret ging es um das Beratungstool für Vermittler – in höchstens fünf Minuten müssen mindestens 90 Prozent der Kunden das Produkt verstanden haben.

Seite zwei: Zweiter Tag

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Auf Vorstandsebene kann ich gerne helfen….

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 20. Dezember 2017 @ 10:46

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

mehr ...

Immobilien

Kapitalanlageimmobilien: Erneuter Rückgang bei den Renditen

Anlageimmobilien sind bei den Käufern derzeit sehr gefragt. Allerdings sind die erzielbaren Renditen nach einer Analyse von Immowelt gesunken. Die höchsten Werte lassen sich demnach in Nordrhein-Westfalen und im Osten Deutschlands erzielen.

mehr ...

Investmentfonds

Aufstieg der ETFs

Exchange Traded Funds (ETF) werden bei den Deutschen immer beliebter. Das in ETFs verwaltete Kapital ist in zehn Jahren um über 560 Prozent gestiegen. Doch noch immer ist die Investitionsquote in Deutschland insgesamt sehr gering.

mehr ...

Berater

Kfz-Versicherung: Welche Merkmale den Tarif in die Höhe treiben

Was treibt den Preis einer Kfz-Versicherung in die Höhe? Und wie lässt sich der Preis am stärksten reduzieren? Die Antworten liefert ein aktueller Vergleich des Online-Portals Check24.

mehr ...

Sachwertanlagen

Beförderungs-Quartett bei ThomasLloyd

Das Geschäft der ThomasLloyd Gruppe wächst immer weiter. Das macht auch neue Führungskräfte notwendig. Gleich vier Mitarbeiter auf einmal konnten sich in dieser Woche über Beförderungen zum Managing Director freuen.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Kein Widerrufsrecht bei Zustimmung zu Mieterhöhung

Mieter können ihre einmal gegebene Zustimmung zu einer schriftlich verlangten Mieterhöhung nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht widerrufen. Das verkündete das Gericht am Nachmittag.

mehr ...