Eurogruppen-Chef: Bankenaufsicht EBA soll mittelfristig in EZB integriert werden

Der Chef der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem plant, die europäische Bankenaufsicht mittelfristig unter ein Dach zusammenzuführen. Wie Dijsselbloem gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) sagte, soll die EU-Bankenaufsicht EBA hierfür in die Europäische Zentralbank (EZB) integriert werden.

EBA
Die EU-Bankenaufsicht EBA soll mittelfristig in die EZB integriert werden.

Der Chef der Eurogruppe will die zersplitterte europäische Bankenaufsicht auf absehbare Zeit unter einem Dach vereinen. Die EU-Bankenaufsicht EBA solle mittelfristig komplett in die Europäische Zentralbank (EZB) integriert werden, sagte Jeroen Dijsselbloem der FAZ. Eine Überführung der EBA-Funktionen in die EZB sei für ihn der „logische Ansatz“.

Die Diskussion um eine Neuordnung der europäischen Finanzaufsicht hatte mit dem angekündigten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union Fahrt aufgenommen. Denn die European Banking Authority – kurz EBA – sitzt in London und braucht damit einen neuen Standort.

Bankenaufsicht soll in eine europäische Behörde überführt werden

Als derzeit wahrscheinlichste Variante gilt, dass die EBA mit der Versicherungsaufsicht Eiopa zusammengelegt wird. Diese sitzt wie die EZB in Frankfurt. Die Aufsicht über die Finanzmärkte in der EU ist seit 2011 im Prinzip dreigeteilt: Neben EBA und Eiopa gibt es noch die in Paris sitzende Wertpapieraufsicht ESMA.

Die EZB wiederum ist für die großen Banken im Euroraum zuständig. Wenn in den kommenden Jahren die Kapitalmarktunion in der ganzen EU vorangetrieben werde, müsse auch die Bankenaufsicht in eine europäische Behörde überführt werden, sagte Dijsselbloem der FAZ. (dpa-AFX)

Foto: EBA

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