20. April 2017, 09:51
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GDV: Weniger Einbrüche, aber keine Trendwende

Zum ersten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der Wohnungseinbrüche zurückgegangen. Das geht aus dem “Einbruch-Report 2017” hervor, den der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin vorgelegt hat.

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Viele Deutsche scheuen die Kosten für den Einbau von zusätzlicher Sicherungstechnik.

Demnach sind den deutschen Versicherern im Jahr 2016 insgesamt 140.000 versicherte Einbrüche gemeldet worden. Dafür haben sie 470 Millionen Euro an ihre Kunden geleistet. Im Vergleich zu 2015 sind die Einbrüche um zehn Prozent zurückgegangen.

“Der Rückgang der Einbrüche ist ein erfreulicher Lichtblick. Allerdings verzeichnen wir immer noch deutlich mehr Einbrüche als vor fünf oder zehn Jahren – von einer Trendwende können wir derzeit also nicht ausgehen”, sagte GDV-Präsident Alexander Erdland.

Neben der Einbruchstatistik enthält der Report die Ergebnisse einer aktuellen Forsa-Umfrage zum Thema Einbruch, die der GDV in Auftrag gegebenen hat. Befragt wurden 1.002 Personen ab 18 Jahren.

Das Risiko eines Einbruchs wird demnach als sehr hoch eingeschätzt. Fast 80 Prozent der Befragten meinen, dass dieses Risiko in den letzten fünf Jahren zugenommen hat. Jeder Dritte hat Angst vor Einbrechern. Das persönliche Risiko wird hingegen von vielen unterschätzt. Fast die Hälfte der Befragten sagt, bei ihnen sei wenig zu holen und es gäbe für Einbrecher interessantere Objekte. Jeder Dritte wähnt sich durch seine Wohnlage in Sicherheit.

Eklatante Sicherheitslücken

Die Umfrage zeigt, dass vielerorts eklatante Sicherheitslücken klaffen, wenn nach der Ausstattung der Wohnung mit Sicherheitstechnik gefragt wird. Nur etwa ein Viertel der Befragten gab an, dass ihre Wohnung bzw. Haus mit abschließbaren Fenstergriffen, zusätzlichen Sicherungen an Balkon- oder Terrassentüren bzw. einem zweiten Türschloss ausgerüstet ist. Viele scheuen offenbar die Kosten für den Einbau von zusätzlicher Sicherungstechnik. (kb)

Foto: Shutterstock

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