Generali zieht Sparziel vor

Der italienische Versicherer Generali erhöht die Dividende trotz eines nahezu stagnierenden Gewinns kräftig. Der seit rund einem Jahr amtierende Vorstandschef Philippe Donnet ist zudem zuversichtlich, das angepeilte Kostensenkungsziel bereits 2018 und damit ein Jahr früher als bisher geplant zu erreichen.

Der deutsche Unternehmenssitz der GEnerali befindet sich in München.
Der deutsche Unternehmenssitz der Generali befindet sich in München.

Der Sparkurs half bereits im vergangenen Jahr, den Überschuss leicht zu steigern und das operative Ergebnis auf Rekordhöhe zu treiben.

Der Überschuss sei um 2,5 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Allianz-Konkurrent am Donnerstag in Triest mit. Dabei gingen die operativen Kosten erstmals in der Geschichte Generalis zurück. Die Ausschüttung an die Anteilseigner werde um elf Prozent auf 80 Cent je Aktie erhöht. Überschuss und Dividende sind damit so hoch wie seit Ausbruch der Finanzkrise nicht mehr.

Der Überschuss fiel etwas schlechter als von Experten erwartet aus. Die Dividende überraschte dagegen positiv, die Aktie der Italiener legte gegen Mittag um gut drei Prozent zu.

Den operativen Gewinn steigerte das Unternehmen um knapp ein Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. In der Lebensversicherung buchte Generali zwar deutlich weniger Prämieneinnahmen, konnte aber wegen sinkender Risiken die Profitabilität steigern, auch wenn mit den Kapitalanlagen wegen der niedrigen Zinsen weniger Erträge zu holen waren.

Derzeit keine Gefahr einer Übernahme

In der Schadenversicherung, trieben gute Geschäfte in der Autoversicherung die Beiträge. Anteilig musste auch weniger von den Einnahmen für Schäden aufgewendet werden – die kombinierte Schadenkosten-Quote sank auf 92,5 Prozent. In Deutschland steigerte Generali das operative Ergebnis in der Schadenversicherung um zehn Prozent, weil unter anderem die Kosten im Zaum gehalten wurden und Naturkatastrophen nicht so stark zu Buche schlugen.

Generali hatte zuletzt im Fokus von Übernahmespekulationen gestanden. So hatte die italienische Bank Intesa Sanpaolo Interesse bekundet, dann aber doch von einer Übernahme abgesehen. Vorstandschef Donnet sieht die Zukunft des Hauses auch weiter als eigenständiges Institut. Generali müsse ein unabhängiges italienisches Unternehmen bleiben, sagte er. Derzeit gebe es keine Gefahr einer Übernahme aus Italien oder dem Ausland. (dpa-AFX)

Foto: Generali

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