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18. April 2017, 13:59
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Höchste Belastung durch Wirtschaftskriminalität seit 2007

Versicherer in Deutschland waren in den vergangenen Jahren im Branchenvergleich weit überdurchschnittlich von Wirtschaftskriminalität betroffen. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung, die Kantar Emnid im Auftrag von PwC und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt hat.

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Wesentlich häufiger als im Durchschnitt aller Branchen wurden Versicherer durch externe Wirtschaftsstraftäter geschädigt.

Während im Durchschnitt aller Branchen 51 Prozent der befragten Unternehmen Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden sind, waren es bei den Versicherern 70 Prozent, so die Studie. Dies ist eine deutliche Zunahme von 17 bzw. 21 Prozentpunkten gegenüber den Studien 2013 und 2011 und die höchste Belastung seit 2007.

Der Anstieg beruht laut Studie vor allem auf zunehmenden Vermögenskriminalitätsdelikten wie Betrug. Davon waren 61 Prozent der Versicherer betroffen (36 Prozent im Jahr 2013), während der Durchschnittswert aller Branchen bei 37 Prozent lag.

Ein Drittel der befragten Versicherer berichtete über mindestens einen Fall von Cybercrime – und 39 Prozent über Cybercrime-Verdachtsfälle. Dagegen berichteten nur zehn Prozent über Geldwäschedelikte. 2013 waren es noch doppelt so viele.

Täter sind häufig Geschäftspartner

Ebenfalls wesentlich häufiger als im Durchschnitt aller Branchen wurden Versicherer durch externe Wirtschaftsstraftäter geschädigt. Drei Viertel davon wurden als Geschäftspartner und Dienstleister identifiziert – mehr als doppelt so viele wie im branchenübergreifenden Schnitt.

87 Prozent der Versicherer verfügen mittlerweile über Compliance-Programme. Diese sind insbesondere darauf ausgerichtet, Datenschutzverletzungen (97 Prozent), Korruption (82 Prozent) und Geldwäsche (79 Prozent) zu verhindern. (kb)

Foto: Shutterstock

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