31. März 2017, 09:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Patientenverfügungen: DIA rät zu fachlicher Unterstützung

Bei Patientenverfügungen sollte ein ausgewogenes Maß zwischen Bestimmtheit einerseits und Spielraum für unvorhergesehene Lebens- und Behandlungssituationen andererseits vorhanden sein. Darauf hat das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) anlässlich der Veröffentlichung einer BGH-Entscheidung (Az.: XII ZB 604/15) hingewiesen.

Riester-Klaus-Morgenstern-DIA in Patientenverfügungen: DIA rät zu fachlicher Unterstützung

DIA-Sprecher Klaus Morgenstern

Es sei ratsam, bei der Abfassung einer Patientenverfügung entweder fachliche Unterstützung hinzuziehen oder eine die Erfordernisse erfüllende Vorlage zu verwenden, rät das DIA.

In dem verhandelten Fall war es zum Streit über die Aufrechterhaltung von lebensverlängernden Maßnahmen gekommen. Die Richter hatten festgestellt, dass die Bestimmtheit in der Patientenverfügung nicht überspannt werden dürfe. Allerdings müsse ausreichend klar sein, was der oder die Betroffene in einer bestimmten Situation will und was nicht.

Patientenverfügung noch einmal kritisch prüfen

Ungefähr ein Viertel der Deutschen besitzen eine Patientenverfügung, schreibt das DIA und beruft sich dabei auf Umfragen. 40 bis 50 Prozent planten demnach, eine solche Verfügung zu formulieren.

“Das Urteil des BGH sollte Anlass geben, dieses Vorhaben umzusetzen oder eine schon vorhandene Patientenverfügung noch einmal kritisch zu lesen”, erklärte DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. “Bei dieser Gelegenheit sollten aber gleich noch einige weitere Dokumente für den Fall der Fälle vorbereitet werden, wie zum Beispiel eine Vorsorgevollmacht.” (kb)

Foto: DIA

Mehr zum Thema Vollmachten:

Patientenverfügung – fünf goldene Regeln

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Vorsorgevollmacht – fünf goldene Regeln

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

E-Scooter: Freizeitspaß oder New Mobility?

Seit Juni sind E-Scooter in Deutschland offiziell zugelassen. Das Interesse scheint groß. Aktuelle Befragungswerte zeichnen ein gemischtes Bild. Laut GfK haben 5 Prozent der Befragten in Deutschland  bis Anfang Juli einen E-Scooter getestet und weitere 25 Prozent möchten eine Fahrt damit ausprobieren oder denken über einen Kauf nach. 70 Prozent zeigen hingegen gar kein Interesse.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Anschluss nicht verlieren

Die Niedrigzinsphase hält mittlerweile seit über zehn Jahren an. Zahlreich Immobiliendarlehen haben eine erste Laufzeit von 10 oder 15 Jahren. Das führt dazu, dass viele tausende Immobilienbesitzer aktuell und in den kommenden Jahren auf eine Anschlussfinanzierung angewiesen sind.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

PSD2: Über den Status Quo

Die Schwierigkeiten bei der rechtzeitigen Umsetzung der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 lässt deren Potenzial aus dem Blick geraten. Da kann sie noch viel bewirken, denn erst 27 Prozent der deutschen Unternehmen bieten ihren Kunden digitale Bezahlwege an. Das zeigt die repräsentative Studie “Europäische Zahlungsgewohnheiten” 2019 des Finanzdienstleisters EOS.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...