PKV: Verbände fordern stetigere Beitragsverläufe

Die Versicherungsbranche eint die Hoffnung, dass auch die nächste Bundesregierung in Sachen Bürgerversicherung untätig bleiben wird. Bei der nachholenden Anpassung sind die Vorzeichen dagegen genau umgekehrt.

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PKV-Verband und Deutsche Aktuarvereinigung setzen sich für eine stetige Beitragsentwicklung ein.

Die Versicherer pochen schon seit längerer Zeit auf Änderungen an der nachholenden Anpassung, doch die Politik hat sich bisher nicht darauf eingelassen.

Der Hintergrund: Die Beiträge in der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung entwickeln sich seit Jahren nahezu im Gleichschritt.

In den letzten zehn Jahren ergab sich ein durchschnittlicher Anstieg um 3,2 Prozent pro Jahr in der gesetzlichen Krankenversicherung, verglichen mit 3,0 Prozent in der privaten Krankenversicherung.

Gesetzgebung führt zu plötzlichem Beitragsanstieg

„Nun wachsen die Einnahmen der GKV quasi automatisch an: So wird ihr Beitragssatz bei jeder Gehaltserhöhung vom gestiegenen Einkommen abgezogen. Überdies erhöht sich jedes Jahr die Beitragsbemessungsgrenze – allein 2017 um 1.350 auf 52.200 Euro Jahres-Bruttogehalt. Diese regelmäßigen jährlichen Anpassungen gibt es in der PKV nicht. Erst wenn gewisse Schwellenwerte erreicht werden, was durchaus mehrere Jahre dauern kann, darf und muss sie ihre Tarifkalkulation überprüfen“, erläutert Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes.

Die Folge: Durch die „nachholende Anpassung“ kann nach mehreren Jahren Beitragsstabilität plötzlich ein abrupter Anstieg erfolgen. Der Aufschrei unter den Versicherten ist dann dementsprechend groß.

Seite zwei: Mehrere Faktoren beeinflussen Beitragsanpassung

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