16. August 2017, 10:53
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Rente raus aus dem Parteien-Streit

Das deutsche Rentensystem ist in den letzten Jahrzehnten immer wieder Opfer von Klientelpolitik geworden. Um dies zu ändern, muss das Thema Rente unabhängig von der Parteipolitik diskutiert werden.

Die Weirich-Kolumne

Rente raus aus dem Parteien-Streit

“Die Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren ist ein besonders negatives Beispiel für Klientelpolitik .”

Wenn sich jetzt Top-Ökonomen kurz vor der Bundestagswahl zu Wort melden und den Parteien eine sich “noch rächende”, die Generationengerechtigkeit missachtende Rentenpolitik vorwerfen und gleichzeitig angesichts der demografischen Entwicklung dazu raten, das Renteneinstiegsalter zu erhöhen, ist dies ein Warnsignal zur rechten Zeit.

In dem eher lustlos geführten Wahlkampf, den der oppositionelle Spitzenkandidat Martin Schulz zu einer Volksabstimmung über die soziale Gerechtigkeit erklärt, spielt die Rentenpolitik bisher eher eine marginale Rolle. Das dürfte daran liegen, dass junge Menschen zwar nicht mehr an die Finanzierbarkeit einer ausreichenden Altersvorsorge glauben, das Thema aber gleichzeitig verdrängen, zumal es auch an der Transparenz über erworbene Ansprüche fehlt.

Bei den älteren Menschen, den wichtigsten strategischen Wahlpotenzialen der Parteien der Großen Koalition, dominiert oft das Besitzstandsdenken, weshalb mutige Entscheidungen für eine langfristige, intelligent aufgebaute und mit neuen Anreizen ausgestattete Altersvorsorge ausbleiben.

Abstand von Parteien kann Klientelpolitik verhindern

Dass die Unionsparteien in diesem Wahlkampf aus opportunistischen Gründen vage in ihren Aussagen bleiben und auf eine nach der Wahl zu bildende Große Reformkommission, besetzt mit Vertretern aller bedeutsamen gesellschaftspolitischen Gruppen, verweisen, hat auch sein Gutes. Ein solches Gremium könnte nicht nur tragende Vorstellungen für die künftige Rentenpolitik entwickeln und die Weichen auch für unpopuläre Entscheidungen stellen, es sollte auch eine Blaupause für ein dauerhaftes, auf Expertensachverstand setzendes, unabhängiges Konstrukt sein.

Die Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren ist ein besonders negatives Beispiel für Klientelpolitik und macht deutlich, dass die Generationengerechtigkeit nur im frühzeitigen Diskurs mit der Gesellschaft zu sichern ist. Dazu braucht es Distanz von Regierung und Parlament.

Seite zwei: Ein Dutzend Rentenreformen in 17 Jahren

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2 Kommentare

  1. Was soll das ganze Gezedere? Die deutsche Rente ist seid langem schon ein Drauerspiel! Deutschland gehört zu den stärksten Weltwirtschaftsländer und zahlt miese Renten,die
    heute schon nicht mehr zumvernünftigen Leben reicht! Vielleicht beziehen die oberen Zehntausend gute Renten und werden bei den Rentenerhöhungen immer noch bevorteilt.Die sowieso schon schlechte Renten haben trotz
    jahrzehte langer Einzahlung werden immer benachteiligt und werden mit Binatz abgespeist! Es ist eine Schande für Deutschland. Andere Länder (viel kleiner als Deutschland) lassen die Rentner nicht am Hungertuch nagen! Warum gibt es in Deutschland nicht schon längst einen Staatlichen Rentenfonds so wie in Norwegen!? Weil immer Lobbyisten aus den Finanzkonzernen die Finger im Spiel haben! Es mussten ja immer die Versicherungkonzerne bedient werden!
    Wenn Sie schreiben die Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahre ist falsch und ein Wahlgeschenk,dann frage ich Sie ob Sie schon mal am Bau oder in der Schwerindustrie gearbeitet haben! Wohl nicht,sonst hätten Sie eine andere Einstellung dazu! Genauso die Mütterrente ist in Deutschland ein Witz. Meine Frau hat 3 Kinder grossgezogen und immer wieder gearbeitet! Sie soll nun eine Rente von 380.-€ im Monat erhalten. Finden Sie daß diesnein Geschenk vom Staat ist!? genauso eine Schande wie Deutschland und Frau Merkel mit den Müttern umgeht. Aber Sie kennt ja Kinder nur von Kindergarten oder Schulbesuchen! Sie hat noch kein einziges Kind großgezogen.Wobei unsere KInder die Zukunft des Staates sind und nicht die zugewanderten Wirtschaftsflüchtlinge.
    Aber Frau Merkel muß ja auch Ihre Industrieklientel bedienen und sitzt auf deren Schoß und fragt was kann ich denn noch gutes für Euch Armen tun. Familienpolitik sieht anders aus! Die CDU kann Ihr christliches C umgehend streichen und durch ein I für Industriepartei ersetzen.
    Der Staat soll nur die Milliarden die Sie aus der Rentenkasse geblündert haben mit Zinsen zurückzahlen,dann bekommt jeder Rentner eine lebenswerte Renteund keine Almosen die
    zu einer Altersarmut heute schon führen. Dies sollten Sie als Redaktion mal der Bundesregierung schwarz auf weiß mitteilen! Die Idee einer Parteien unabhängigen Rente ist auf alle Fälle zu unterstützen! Deutschland soll sich ein Beispiel an kleinen Ländern wie Norwegen oder Österreich nehmen da werden Altersrenten gezaht das man davon normal leben kann! Entlich weg von der Klientel u. Lobbypolitik! Ich hoffe wir werden das noch erleben!!

    Kommentar von H. Pirchmoser — 6. September 2017 @ 00:22

  2. Das hat der Mann wohl exklusiv! Wenn Änderungen kommen sollen oder sogar notwendig sind und man spricht dies im Wahlkampf nicht wenigstens an, dann kommt gar nichts!!!

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 5. September 2017 @ 14:12

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