20. Juli 2017, 06:00
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Rentenwahlkampf mit ungeniertem Griff in die Kassen – Kommt die Deutschlandrente nach der Wahl?

Der Rentenwahlkampf für die am 24. September stattfindende Bundestagswahl ist nichts anderes als ein ungenierter Eingriff in die Besitzstände künftiger Arbeitnehmergenerationen. Die Weirich-Kolumne

Rentenwahlkampf mit ungeniertem Griff in die Kassen – Kommt die Deutschlandrente nach der Wahl?

“Kommt es zu einer Fortsetzung der Großen Koalition, droht eine weitere Überforderung der Bürger und der Staats- sowie der Rentenkasse.”

Als ob es die immer stärker alternde Gesellschaft nicht gebe,das Staatssäckel des Bundeshaushalts unermessliche Pfründe bereithalte, proben vor allem die Parteien der regierenden Großen Koalition und dort vor allem die Sozialdemokraten den Marsch in den “Rentner-Staat”.

Da die 50- bis 70-jährigen die Mehrheit in der Bevölkerung stellen, sich stärker als andere Wählergruppen an der Wahl beteiligen und sich in der Vergangenheit überrepräsentativ für die regierenden Parteien entschieden haben,stehen ihre Bedürfnisse im Vordergrund.

Durch die Röhre schauen die Jungen. SPD-Kanzlerkandidat Schulz will das gegenwärtige Rentenniveau von 48 Prozent beibehalten, eine Haltelinie von 22 Prozent bei den Beiträgen einziehen und zur Vermeidung von Altersarmut noch eine solidarische Lebensleistungsrente draufsatteln. Dass die Menschen ständig älter werden und der medizinische Fortschritt zunimmt, wird tabuisiert

Erhöhung des Renteneintrittsalters langfristig  unumgänglich

Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters wird strikt abgelehnt. In der CDU weiß man, dass man um eine solche Maßnahme langfristig nicht herumkommt, möchte aber keine unpopulären Botschaften ins Wahlvolk streuen.

Deshalb drückt man sich um klare Aussagen, verweist auf die Notwendigkeit gemeinschaftlicher Entscheidungen bei der Rente unter Einbezug der großen gesellschaftlichen Gruppen und kündigt deshalb für die Zeit nach der Bundestagswahl die Bildung einer Reformkommission zur langfristigen Gestaltung der Altersvorsorge an.

Ihre eigenen Wahlkampfpirouetten dreht derweil die Christlich Soziale Union. In einem Bayernplan als Ergänzung zum Wahlkampfprogram der Unionsparteien verlangt die Schwesterpartei der Christdemokraten eine Ausweitung der zu Beginn dieser Legislaturperiode beschlossenen Mütterrente. Es sei ein “wichtiger Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit“ – so Horst Seehofer – wenn die Mütter von 1992 geborenen Kindern mit den Müttern jüngerer Kinder bei der Mütterrente gleichgestellt werden.

Seite zwei: Rente mit 63 und Mütterrente haben Spuren hinterlassen

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4 Kommentare

  1. Zu Hansert: Wer lesen kann ist klar im Vorteil.Lesen Sie einfach, oder lassen Sie sich meinen Kommentar vorlesen, meinen Beitrag. Dort ist alles erklärt. Wer dann nochandas gesetzliche Rentensystem glaibt, der braucht aus meiner bescheidenen Sicht einen Arzt.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 12. August 2017 @ 18:14

  2. Die Rente ist finanzierbar, alles andere ist nur Augenwischerei einer starken Finanzlobby in Deutschland. Das üppige Pensionssystem ist es ja seltsamerweise auch.
    Warum werden sinnlose und für den Verbraucher nachteilige Produkte wie Riester und arbeitnehmerfinanzierte Entgeltumwandlung ins Leben gerufen und nicht einfach z.B. eine Prämienrente nach schwedischem Modell eingeführt?
    Alles Ergebnisse der Arbeit einer Finanzlobby die gleichzeitig als Abgeordnete im Bundestag sitzen.

    Kommentar von Philipp Hansert — 12. August 2017 @ 16:18

  3. Wer kann, sollte das System der gesetzlichen Rente verlassen. Es wird an allen Ecken und Enden nur herumgeschraubt statt zu reformieren. Altersvorsorge sollte man nicht dem Staat überlassen bzw. sich auf den Staat verlassen.

    Kommentar von Pflegeimmobilie — 21. Juli 2017 @ 19:10

  4. Klar ist der Plan der SPD nicht zu halten.Die Rente ist aber auch ohne Veränderung nicht mehr zu finanzieren. Bei den Neueinstellung sind es schon 30% mit Mindestlohn. Viele “Selbständige” als billige Arbeitskräfte und nicht wie bisher 40 bis 50 Jahre durchgehende Arbeitsbiographien.Da gibt es schlecht bezahlte Selbständige aus dem Ausland, deren Familien zum Beispiel in Polen vor allem mit dem Kindergeld gut leben. Hie rächt sich die Arbeitgeberfreundliche Gesetzgebung der Regierung Merkel. Der letzte der ernsthaft wirklich das Problem mit der Rente ab 67 angegangen ist und dafür die SPD für Wähler unwählbar gemacht hat war Schröder. Von der CDU, CSU und FDP ist garantiert nichts zu erwarten. Unsere Kinder und Enkel werden der Mutti mit Sicherheit nicht für Ihre Kurzsichtigkeit danken. Probleme immer auf Morgen und Übermorgen zu Schieben dafür reicht eine Volksschulausbildung. Weil die Probleme der Renten-Pflege-und Krankenversicherung nicht ernsthaft angegangen werden, sondern lieber über Gefälligkeitsgutachten schön geredet werden fehlt schon mal die Basis der Erkenntnis der aktuellen Situation,da ist es es wie mit dem Umweltschutz wo sogar der Ministerpräsident der Grünen in Baden-Würtemberg die Einführung der E-PKW als zu schnell definiert. Wenn man erst jetzt mit der Einrichtung (3 verschiedene Ladeanschlüsse!!!) beginnt statt vor 10 Jahren, wird die Kopf in den Sand Politik sehr deutlich. Verdrängen, verschieben ohne auch nur im geringsten die Probleme anzugehen, vielleicht weil man auf Wunder spekuliert, hat gar nichts mit Politik für die Bürger zu tun. Fehlende Rückstellungen für die Beamtenversorgung von 1 Billion Euro, merkwürdigerweise ohne jede Reaktion der Medien und der Öffentlichkeit, sind nur ein Beispiel von Verdrängungspolitik zu Lasten späterer Generationen.
    Wird kopiert und in den Social Medien eröffentlicht.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 20. Juli 2017 @ 08:45

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