10. April 2017, 06:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Riester-Comeback durch Vereinfachung

Ein Renner waren nur die für Immobilien nutzbaren Wohn-Riester-Kontrakte, die um gut acht Prozent anstiegen. Bezeichnend für die Stagnation ist vor allem die Tatsache, dass nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in jeden fünften Riester-Vertrag gar nicht mehr eingezahlt wird.

Beitragsgarantie reduzieren

Sowohl im Wahlkampf wie in der Politik für die nächste Legislaturperiode sollte sich die Diskussion im Interesse einer weitblickenden Altersvorsorge auf Vorschläge zur Verbesserung der Riester-Rente konzentrieren.

Ein Hemmnis ist die vorgeschriebene Beitragsgarantie, die in Kombination mit dem langanhaltenden Nullzins und den Eigenkapitalvorschriften den Anbietern die Möglichkeit nimmt, stärker ins Risiko zu gehen und höhere Renditechancen zu generieren.

Die Beibehaltung der jetzigen, unbefriedigenden Situation wird dazu führen, dass sich immer mehr Anbieter zurückziehen.

Prof. Dr. Olaf Stotz von der Frankfurter School of Finance & Management hat in einer gerade veröffentlichten neuen Berechnung nachgewiesen, dass das extrem niedrige Zinsumfeld des letzten Jahres zu einem weiteren Anstieg der Kosten für die Garantien geführt hat.

Seine Forderung ist, flexiblere Gestaltungen in der Altersvorsorge zuzulassen. Dazu gehören beispielsweise Vorschläge, die Beitragsgarantie auf 80 Prozent zu reduzieren. Denkbar sind auch weitergehendere Lösungen. Entscheidend ist, dass der Verbraucher auf der Basis transparenter Informationen unter Alternativen wählen kann.

Seite drei: Zulagensystem zu kompliziert

Weiter lesen: 1 2 3

4 Kommentare

  1. @Reiner
    Steht doch im Artikel, weshalb der Prof. so etwas schön redet.
    “Prof. Dieter Weirich ist neben Klaus Morgenstern Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), einer in Berlin angesiedelten Denkfabrik für Generationengerechtigkeit, die von Unternehmen der Finanzwirtschaft getragen wird.”
    Wes Brot ich ess, des Lied ich sing…
    Mich wird es bis an mein Lebensende ärgern, dass ich über einen sogenannten “Vermögensberater” so einen vollkommen überteuerten Mist mal abgeschlossen habe.
    Hier sollte mal in den Nachbarländern nachgeschaut werden, wie die gesetzliche Rentenversicherung umgebaut werden muss. Der umlagenfinanzierte Rente ist das sicherste und vernünftigste System. Und wer will, kann sich ja immer noch zusätzlich privat versichern.
    Es ist doch schon der Ansatz von Riester vollkommen falsch. Die private Rente muss mit staatlichen Subventionen gefördert werden, damit sie besser ist (eher: besser sein soll) als die staatliche Rente. Dümmer geht es nimmer.

    Kommentar von Jürgen Häußler — 18. November 2017 @ 22:38

  2. Ich habe komplette Berechnungen durchgeführt und von der Steuer- Rechtsabt. einer Versicherung prüfen lassen. Meine Berechnungen auch steuerlich in der Rentenphase wurden bestätigt. Das Ergebnis habe ich nur kurz mitgeteilt. Rechnen sie mir das Gegenteil vor.

    Kommentar von Reiner — 13. April 2017 @ 18:52

  3. wer die Riesterrente verteufelt und sagt die müßte abgeschafft werden, spricht meines Erachtens puren Schwachsinn,denn es gibt zur Zeit nichts wesentlich besseres.

    Kommentar von Heinrich Röhrle — 13. April 2017 @ 18:39

  4. Riesterrente muss abgeschafft werden. Zu viele Nachteile und nicht für jeden geeignet. Zu kompliziert und zu viele Zulagen werden garnicht gezahlt. Selbst viele Berater haben keine Ahnung. Die nachgelagerte Besteuerung schlägt immer stärker zu, da auch die Renten immer mehr besteuert werden. Altersvorsorge zu fördern geht anders und einfacher. Beiträge absetzbar und Renten bleiben steuerfrei bei voller Vererbbarkeit. Das geht auch bei den jetzigen geringen Zinsen. Jetzt sind die Kosten für Riester zu hoch. Kosten höher als die Zinsen und fressen selbst einen großen Teil der Zulagen auf. Gewinner sind die Versicherungen und der Riestersparer ist der Verlierer. Wie kann man als Professor nur so etwas gut reden?

    Kommentar von Reiner — 10. April 2017 @ 20:09

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Thomas-Cook-Kunden sollen Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden

Das Justizministerium hat Pauschalreise-Kunden der insolventen Thomas Cook aufgefordert, ihre Ansprüche nicht nur bei der Versicherung, sondern auch beim Insolvenzverwalter anzumelden. Das sei Voraussetzung dafür, das versprochene Geld vom Bund zu erhalten, teilte das Ministerium am Freitag mit.

mehr ...

Immobilien

Neues Finanzierungskonzept: Sorgenfrei im Alter

Viele Menschen möchten sich im Rentenalter Wünsche und Träume erfüllen. Die notwendigen Geldmittel stecken dabei oftmals im Eigenheim fest. Um sich mithilfe der Immobilie den Lebensabend zu finanzieren, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Welche das sind und welche Vor- und Nachteile sie bieten, zeigt der Vergleich der Immobilienverkaufsmodelle.

mehr ...

Investmentfonds

London: Werden keine “Empfänger von EU-Regeln” nach Brexit

Unternehmerverbände in Großbritannien zeigen sich vor dem Brexit besorgt. Sie fürchten hohe Kosten durch Handelsbarrieren und warnen vor Preiserhöhungen für britische Verbraucher. Doch ihre Forderungen angesichts der Befürchtungen finden beim Finanzminister kein Gehör.

mehr ...

Berater

Privates Geldvermögen trotz Zinsflaute auf Rekordhoch

Statistisch gesehen schwimmen die deutschen Haushalte im Geld: Trotz weiterhin konservativer Anlagestrategien ist das private Geldvermögen auf 6302 Milliarden Euro gestiegen – das ist fast doppelt so viel wie das Bruttoinlandsprodukt für 2018.

mehr ...

Sachwertanlagen

Habona erreicht Vollinvestition des Einzelhandelsfonds 06

Der Frankfurter Fondsinitiator und Asset Manager Habona Invest hat für seinen Einzelhandelsfonds 06 zum Jahresende 2019 sechs weitere Nahversorgungsimmobilien mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 44 Millionen Euro und einer Gesamtmietfläche von circa 19.500 Quadratmetern erworben.

 

mehr ...

Recht

Winzerverband schlägt Schadenersatz statt Strafzölle auf Wein vor

Statt der Strafzölle auf Wein sollte die Bundesregierung den USA nach einem Vorschlag des Weinbauverbands Rheinhessen eine Schadenersatzzahlung anbieten. “Die deutsche Politik sollte jetzt unkonventionelle Lösungen anstreben”, erklärte Verbandspräsident Ingo Steitz.

mehr ...