8. Dezember 2017, 09:39
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SPD: Bürgerversicherung Bedingung für Große Koalition

Nach dem Votum für Gespräche über eine mögliche Große Koalition pocht die SPD trotz des Widerstands der Union auf eine einheitliche Krankenversicherung in Deutschland. “Es muss klar sein, dass es eine Bürgerversicherung und ein Gesundheitssystem für alle gibt”, sagte der Chef des einflussreichen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, der Deutschen Presse-Agentur.

JohannesKahrs-2015 in SPD: Bürgerversicherung Bedingung für Große Koalition

Johannes Kahrs: “Keiner will Ärzte und Krankenhäuser verstaatlichen, das ist grober Unfug.”

Die SPD kritisiert eine Zwei-Klassen-Medizin und will durchsetzen, dass das derzeitige System privater und gesetzlicher Krankenversicherungen abgelöst wird.

Zum Beispiel sollen auch Beamte in die “Bürgerversicherung” einzahlen und die Bevorzugung privater Kassenpatienten beendet werden. Ziel ist es, dadurch die Abgaben für untere Einkommenschichten zu senken, weil es mehr Einzahler in das einheitliche Kassensystem gäbe.

Sonderparteitag im Januar

Kahrs betonte, man müsse sich mit möglichen Sondierungsergebnissen einem Sonderparteitag im Januar stellen, der über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen abstimmen wird. “Die erwarten Inhalte und die Bürgerversicherung gehört dazu”, sagte Kahrs. “Es muss klar sein, dass die Beamten da drin sind”, sagte Kahrs, der betonte: “Keiner will Ärzte und Krankenhäuser verstaatlichen, das ist grober Unfug.” (dpa-AFX)

Foto: Frank P. Wartenberg

4 Kommentare

  1. Schließe mich dem Kommentar des Kollegen Strassnig
    voll an und behaupte, daß die ungerechte
    “ZWEI-KLASSEN-VERSORGUNG ” eine viel dringendere
    Abschaffung bedarf !!
    Aber die Abgeordneten und Regierenden denken zuerst
    an ihre eigene Vorteile.
    Es gibt viele Probleme die geändert werden müssten!!
    z.B: Versorgung der Alt-Bundespräsidenten (Wulf)
    Mandatsüberhänge nach der Bundestagswahl,
    was für eine Belastung für den Steuerzahler,70Mio p.a
    aus 2017 und ca 60Mio aus 2013. Mir genügt ein Abgeordneter imWahlkreis und keine zwei!!!

    Kommentar von Klaus Thielen Wirtschaftsberatung / Vers. Makler — 12. Dezember 2017 @ 14:57

  2. Gutverdiener würden auch ohne Private Krankenversicherung zum Arzt gehen und dann als Selbstzahler erst recht bevorzugt werden.Klassenmedizin= dfämliche Begründung für Gleichheit die in der Gesellschaft nicht existiert. Als nächstes kommt dann, dass die Villenbesitzerin mit Ihrem SUV und dem Porsche in die Sozialwohnung umzieht und Ihre Kinder aus der Waldorf -und den Privatschulen nimmt. Vielleicht kümmern sich diese Politiker mal ausnahmsweise um die Bevorzugung der Beamten und deren unbezahlbarer Vorsorge mit aktuell mehr als 1,7 Billionen Euro im Defizit. Übrigens würden Beamte die deutlich länger leben und deswegen im Alter wegen Demenz sehr viel höhere Kosten verursachen werden, die gesetzliche Krankenversicherung erst recht ruinieren. “Der Blinde kann die Fakten nicht sehen”

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 11. Dezember 2017 @ 13:13

  3. Klingt bei der SPD wie bei den Kommunisten, die werden immer weiter an Zustimmung verlieren. Von Wirtschaft haben die keine Ahnung und die Beiträge werden danach für alle höher.

    Kommentar von Jan Lanc — 11. Dezember 2017 @ 12:29

  4. Typischer SPD-Populismus: Die Behauptung, ein 1-Klassensystem würde die Beiträge senken, ist völliger Nonsens. Offenbar hat sich die Blender-Partei zum Ziel gesetzt, bei den nächsten Wahlen die 20% zu unterbieten: Ihr schafft das!

    Kommentar von stefan meier — 11. Dezember 2017 @ 12:00

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