12. Dezember 2017, 17:06
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SPD: “Bürgerversicherung ist keine Einheitskasse”

Die SPD ist der Ansicht, dass das Konzept der von ihr propagierten Bürgerversicherung falsch wiedergegeben wird. So wolle die SPD weder eine Einheitskasse einführen, noch die privaten Krankenversicherungen abschaffen.

SPD: Bürgerversicherung ist keine Einheitskasse

Karl Lauterbach: “Es geht dabei nicht um eine Einheitskasse, wie immer wieder falsch gesagt wird.”

Die SPD sieht ihr Konzept einer Bürgerversicherung in der Öffentlichkeit falsch dargestellt. “Es geht dabei nicht um eine Einheitskasse, wie immer wieder falsch gesagt wird”, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Gesundheitsexperte der Partei Karl Lauterbach am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Auch die privaten Krankenkassen wolle die SPD nicht abschaffen. Es gehe vielmehr um ein neues System mit mehr als 100 Bürgerversicherungen – sowohl gesetzliche als auch private – die miteinander im Wettbewerb stünden, sagte Lauterbach.

Keine Bevorzugung von Privatpatienten

“Der Unterschied zum heutigen System wäre, dass jede Kasse jeden nehmen muss und dass beim Arzt und in den Kliniken für jeden Patienten gleich honoriert wird, so dass es nicht mehr zu einer Bevorzugung von Privatpatienten kommt”, so Lauterbach.

Die Union lehnt die Bürgerversicherung ab. Die SPD hat sie zu einem der “essenziellen” Punkte für Verhandlungen über eine Regierungsbeteiligung erklärt. Nach den Vorstellungen der SPD würden in die Bürgerversicherung Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen einzahlen.

“Auf Einnahmen wie Kapitalerträge, Zinsen oder Mieten wollen wir keine Beiträge erheben”, sagte Lauterbach. Bisher privat Versicherte sollen wählen können, ob sie in die Bürgerversicherung wechseln. Neuversicherte hätten nur noch die Option Bürgerversicherung. (dpa-AFX)

Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll/Florian Jänicke) / Shutterstock

 

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6 Kommentare

  1. Interessant, wie die SPD plötzlich sagt: „Auf Mieten und Kapitalerträge wollen wir keine Beiträge erheben.“
    Interessant deshalb, weil dies Herr Prof. Lauterbach so zum ersten Mal sagte.
    Wohl aber werden die Rentner bluten müssen, die in der KVdR versichert sind. Denn hier gibt es momentan drei Arten von Rentnern:
    1. Rentner in der KVdR (Beitrag aus gesetzl. Rente und Versorgung §229 SGB V)
    2. Freiwillig gesetzlich versicherte Rentner, Beitragsberechnung aller Einkünfte gem. §240 SGB V (auch Einkünfte aus Miete und Zinsen)
    3. privat versicherte Rentner
    Nach Lauterbach müssten dann die Gruppe
    1 die Privaten Renten verbeitragen
    2 die Mieteinkünfte und Zinseinkünfte nicht mehr verbeitragen
    An dieser Korrekturaussage ist deutlich zu erkennen, dass er eine Einheitsleistung haben will, denn die Leistungen werden dann zu 98% durch das Gesetz festgelegt.
    Und das zeigt deutlich was Herr Lsuterbach will:
    Er will den Wettbewerb abschaffen, damit die Leistungen abgesunken werden können.
    Als Folge sinkt die Lebenserwartung und somit die Rentendauer‘, Pflegeleistung und die Gesamtleistung der Bürgerversicherung.

    Welche Auswirkungen dies hat, wird die SPD dann bei einer Wahl in 4 Jahren spüren.
    Und für Deutschland wäre die Bürgerversicherung ein neuer Nährboden für Protestwähler!
    Weitere Informationen sind in unserem Blog, auf den Herr Prof. Lauterbach mit seiner „neuen Auslegung zur Bürgerversicherung nach mehrmaliger Stellungnahme jetzt reagiert.
    Es offenbart die wirkliche Ziele:
    – Schutz des GKV-Spitzenverbandes vor dem Unheil, dass die gesetzlichen Krankenkassen eigentlich unterfinanziert sind und eigentlich rund 1,9 Bio. Euro Altersrückstellungen heute schon haben müssten.
    Denn durch den demografischen Wandel steigt das Durchschnittsalter erheblich an und somit auch die Leistungsausgaben.
    Und dies wird ein erhebliches Problem nicht nur für die gesetzliche Kranken-, sondern auch für die Rentenversicherung und Pflegeversicherung.
    Grund genug für so manchen Politiker vielleicht zu planen, wie man die Kassen entlastet.
    Herr Lauterbach: „Lassen Sie die Hände von dem dualen Versorgungssystem!“
    Hier nochmals zu unserem Blog, den wir seit Monaten immer wieder Posten und Herrn Lauterbach mehrfach zugesendet hatten.
    #Bürgerversicherung #gefährlich für #Arbeitnehmer, #Mieter, #Rentner, gering verdienende #Alleinerziehende und #Familien:
    http://blog.forum-55plus.de/index.php/2017/12/02/buergerversicherung-gefaehrlich-fuer-arbeitnehmer-mieter-rentner-gering-verdienende-alleinerziehende-und-familien/

    Kommentar von Werner Hoffmann — 14. Dezember 2017 @ 18:19

  2. Also wenn ich hier lese, dass keinem gesagt wurde, dass die Beiträge im Alter steigen bzw. zu hoch sind stelle ich mir 2 Fragen.
    1. Was waren da für Vermittler am Werk? Klar kann ich auch keine genauen Zahlen für die Zukunft darlegen, aber ich weise jeden Kunden darauf hin, dass die Beiträge steigen und man im Alter halt nicht wieder zurück kann.
    2. Was denken diese Leute die sich jetzt über die Beiträge beschweren, was passiert? Je älter man wird desto günstiger weil man mehr zum Arzt geht oder wie?

    Daher sollte man sich immer vorher überlegen ob man sich die PKV im Alter noch leisten kann.

    Kommentar von Tim — 14. Dezember 2017 @ 15:31

  3. man sehe doch nur mal nach Österreich! Weit weg muss man nicht gehen um zu erkennen dass andere Systeme funktionieren. Aber anscheinend haben wir in Deutschland andere Prioritäten. Ältere oder Rentner spielen da eine untergeordnete Rolle. Dann wird auch noch von ” Rosinenpickerei” gesprochen..Kaum zu glauben- welcher PKV versicherte der irgendwann in gutem Glauben eingestiegen ist hat damit gerechnet dass er im Alter Jobs annehmen muss um seine Krankenversicherung zu bedienen. Die Türen sind zu. Chancen selbst wenn man wie vor 2009 sozialversicherungspflichtig wäre gibt es keine. Also arbeiten für die gesundheit bis wir dann krank werden.

    Kommentar von peter — 13. Dezember 2017 @ 20:25

  4. Ich bin ganz der Meinung von hentschel.
    Es müsste eine Prämienbremse mindestens ab dem 60. Lebensjahr geben, dann wäre das zu stemmen aber nicht mit 70 auch fast jährlich Prämienerhöhungen.

    Kommentar von Spreng — 13. Dezember 2017 @ 16:02

  5. Kein Kommentar. da er bei Ihnen ja sowieso gelöscht wird!
    Alles vor Absendung kopiert und in anderen Medien diskutiert!

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 13. Dezember 2017 @ 11:36

  6. Das system kann so nicht bleiben.Über 55 jährige haben keinerlei Chance in eine gesetzl. Kasse zu wechseln. Mein Tarif hat sich jetzt um 63% erhöht. zzgl. € 2600 SB. Da stehen Existenzen auf dem Spiel. Dass der vielgelobte Basistarifder PKV keine Option ist dürfte ja nun allseits bekannt sein. Man wird gezwungen. Das ist für mich ein Eingriff in Entscheidungsfreiheit. Niemand hat die Privatpatienten darauf hingewiesen dass Sie ab einem gewissen Alter der PKV und deren Tarifsteigerungen ausgeliefert sind. Anscheinend gibt es diesbezüglich keine Hinweispflicht! M.E. eine katastrophe.

    Kommentar von hentschel — 13. Dezember 2017 @ 09:41

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