3. Januar 2018, 10:55
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Bürgerversicherung: GKV fürchtet “Einführung zu Lasten gesetzlich Versicherter”

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat sich gegen die Einführung der Bürgerversicherung zu Lasten der gesetzlich Versicherten ausgesprochen. Die Politik solle den Übergang daher “sorgfältig planen und nicht in Aktionismus verfallen”.

Bürgerversicherung: GKV fürchtet Einführung zu Lasten gesetzlich Versicherter

Nach Ansicht des GKV-Spitzenverbands dürfen “die offensichtlichen Probleme der privaten Krankenversicherung” nicht auf dem Rücken der gesetzlich Versicherten gelöst werden.

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wehrt sich gegen eine Einführung einer von der SPD favorisierten Bürgerversicherung zu Lasten ihrer Beitragszahler.

Die offensichtlichen Probleme der privaten Krankenversicherung (PKV) dürften nicht auf dem Rücken der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung gelöst werden, sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, der Deutschen Presse-Agentur.

Pfeiffer hatte dabei vor allem Überlegungen im Blick, dass privatversicherte Beamte individuelle Wechseloptionen in die gesetzliche Krankenversicherung bekommen sollen.

“Übergang sorgfältig planen”

Zudem sollen die höheren Arzthonorare für privat Versicherte, so die Überlegungen, möglicherweise zu Lasten gesetzlich Versicherter anglichen werden, falls die PKV abgelöst wird.

Der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, sagte der dpa: “Wir müssen sehr genau hinsehen, wie der Übergang in einen einheitlichen Versicherungsmarkt gestaltet werden kann.”

An die Adresse der Politik sagte er, die Krankenkassen rieten, diesen Übergang sorgfältig zu planen und nicht in Aktionismus zu verfallen. Nach seiner Einschätzung ist die PKV in ihrer heutigen Form nicht überlebensfähig. “Früher oder später müssen wir den Weg in einen einheitlichen Versicherungsmarkt finden.”

Seite zwei: “Einheitsversicherungsmodell sorgt nicht für mehr Gerechtigkeit”

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1 Kommentar

  1. Die PKV ist dagegen, die GKV ist dagegen, der Verbraucherschutz und damit die Politiker sind dafür! Alle die Verantwortung tragen und dafür auch haften sind gegen eine Bürgerversicherung!
    Beamte werden deutlich älter. Sehr alte Personen werden oft Dement. Sehr hohe Kosten drohen. Allerdings sollten die Beihilfebestimmungen, mit höheren Eigenbeiträgen der Beamten, geändert werden, da der Staat jetzt schon mit 1,6 Billionen Euro mit den Rückstellungen für die Beamtenvorsorge wohl deutlich überfordert ist. Deshalb drohen extreme weitere Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt, da ja selbst bei besten wirtschaftlichen Bedingungen die „gesetzlichen Verpflichtungen“ nicht erfüllt werden können!!!
    Aber so einen einfachen Sachverhalt können die Verbraucherschützer in Ihren warmen Stuben natürlich als komplett unwichtig deklarieren. Da schiebt man die Verantwortung wohl locker nachfolgenden Generationen zu.
    Aber wer handelt schon gegen sein Eigeninteresse, gell Frau Mohn und Kollegen……..
    MUC 04.01.2018

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 4. Januar 2018 @ 11:51

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